Karl-Heinz Nienaber siegt in Serie

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Der Sieger des Senioren-Preisskats von 2014 ist gekürt: Mit einer beeindruckenden Punktzahl von 20 269 gewann Karl-Heinz Nienaber – mal wieder.

Denn eigentlich überrascht das keinen von Nienabers Mitspielern. „Nienaber gewinnt immer“, hieß es in der geselligen Runde, die sich einmal im Monat zum Preisskat in der Begegnungsstätte Gedulderweg trifft. Am Mittwoch fand dort nicht nur die Siegerehrung statt. Die Senioren starteten in die nächste Runde ihres Preisskats. Denn vielleicht lässt sich Nienaber irgendwann doch mal schlagen.

17 Männer und zwei Frauen

Die Runde, die sich in der Begegnungsstätte regelmäßig trifft, besteht aus 19 Spielern und zwei Spielerinnen. Und jeder spielt schon seit der Jugend Skat. „Das fing bei mir an, als ich 14 Jahre alt war“, sagte Alfred Rossmannek (72). Eigentlich dürfe er die Geschichte gar nicht erzählen, sagte er lachend. Denn der Ort, an dem er seine ersten Skaterfahrungen gesammelt hatte, war eher ungewöhnlich. „Ich spielte in den hinteren Reihen der Kirche, während der Pfarrer vorne seinen Gottesdienst hielt.“

Klaus Kunze (78) machte pünktlich zu Beginn des Preisskats 2015 das erste Mal einen Abstecher in den Gedulderweg. Wie es bei ihm angefangen habe? „Wenn ich das noch wüsste“, sagte er. Er spiele bestimmt schon seit 50 oder 60 Jahren Skat. Sein Tipp, um gut am Tisch über die Runden zu kommen: „Geduld bewahren.“

Doch nicht nur Kunze brachte an diesem Tag seine Premiere hinter sich. Zum ersten Mal begleitete Angelika Rieger vom Seniorenbüro die Siegerehrung des Preisskats. „Die Gruppe organisiert sich eigentlich selbst“, sagte sie. Das Seniorenbüro der Stadt Sprockhövel stehe aber als Schirmherr mit Rat und Tat beiseite und sei Ansprechpartner. Für den Sieger hatte sie eine kleine Auszeichnung dabei.

Nienaber, der ungekrönte Skatkönig, musste sich bei der Übergabe von seinen Mitspielern aber einige ironische Seitenhiebe gefallen lassen. „Das freut man sich doch, wenn man so einen Preis das erste Mal bekommt“, rief ihm einer mit einem dicken Augenzwinkern zu. Denn Nienaber könnte wahrscheinlich die komplette Begegnungsstätte mit seinen Auszeichnungen tapezieren.

Warum er so spielt, bleibt für viele bis heute ein Rätsel. Willy Hugenbruch, mit 12 446 Punkten auf dem siebten Platz, rätselt bis heute. „Eigentlich ist Skat wie jedes Kartenspiel ein Glückspiel“, sagte er. Doch Karl-Heinz Nienaber? Der habe einfach immer Glück. Doch Gewinnen sei nicht alles. Er sei froh, dass er noch spielen könne. Früher habe es die Skatabende oft in Wirtschaften gegeben. Das sei heute kaum mehr möglich. Doch die Runde in der Begegnungsstätte sei eine gute Alternative.