Kaninchenkiste mit DDR-Geschichte
18.02.2010 | 17:13 Uhr 2010-02-18T17:13:00+0100Ein ungewöhnliches Exponat erzählt im Industriemuseum von einem echten „Helden der Arbeit”.
Dass seine Kaninchenkiste einmal im Museum landen würde, das hätte sich Josef Wiwczaryk aus Hoyerswerda wohl nie träumen lassen. Doch nun ist sie eines von 800 Exponaten der Helden-Ausstellung im Industriemuseum.
Für den unbeteiligten Betrachter ist die Kiste wohl eines der kuriosesten Stücke der Schau. In Wahrheit aber zeigt sie ein Stück aus dem Leben des ausgezeichneten DDR-Brigadiers Wiwczaryk. Zweimal im Jahr hat der heute 86-Jährige in der selbstgezimmerten Transportbox „Die Hasenfrau zum Hasenmann getragen”. Gefertigt wurde die Kiste aus Überresten der „Messe der Meister von Morgen”, für die der gelernte Maurer verantwortlich war: Planerfüllungstafeln aus Presspappe, auf denen im Inneren der Kiste vom Plansoll für neue Wohnungsbauten und Kindergärten zu lesen ist, und die außen die Wohnblocks im Bild zeigen.
Vier Mal zeichnete die DDR Wiwczaryk für Übererfüllung der Norm als „Aktivist des 5-Jahres-Plans” aus. Obwohl er sich nie in das SED-Korsett hat pressen lassen: „Da musste man etwas mehr arbeiten, um eine Auszeichnung zu erhalten”, so der Mann, dessen Brigade in Hoyerswerda seinen Namen trug. Dort legte er am 15. Juni 1957 den Grundstein für den ersten industriellen Plattenbau der DDR. Für die Neustadt, in der Beschäftigte des Braunkohle- und Gaskombinats „Schwarze Pumpe” leben sollten.
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Nach dem Artikel weiss ich, was ich von der Ausstellung Helden der Arbeit zuhalten habe.
Bin mal gespannt ob beim Tag der Helden eine Gedenktafel für die Hasen aufgestellt wird.