Junge stürzt an Felswand über dem Leinpfad ab

Foto: Feuerwehr
Was wir bereits wissen
Er wird schwer verletzt. Feuerwehr und DLRG retten den Zehnjährigen von einer Stelle zwölf Meter über dem Leinpfad. Stadt will prüfen, ob der Bereich gesichert werden muss.

Ein Zehnjähriger ist am Donnerstag beim Spielen oberhalb des Leinpfades abgestürzt. Er ist eine vier Meter hohe Felswand hinuntergefallen. Bei seinen Sturz hat sich der Junge schwere Verletzungen zugezogen, berichtet die Feuerwehr.

Unterhalb der Rauendahlstaße, ganz in der Nähe des Jugendtreffs, hatte der Zehnjährige mit Freunden gespielt – in unmittelbarer Nähe einer steil abfallenden Felswand. Die war er nach einem falschen Schritt hinabgestürzt und auf einer relativ ebenen Fläche am Fuß des Felsens liegen geblieben. Die Feuerwehr rückte zur Rettung des verletzten Zehnjährigen aus. „Wir haben von zwei Seiten gearbeitet, von oben von der Rauendahlstraße aus und von unten vom Leinpfad“, erklärt Feuerwehrsprecher Jens Herkströter. Die Unglücksstelle liegt etwa zwölf Meter über dem Leinpfad. Und in unmittelbarer Nähe des Anfang März abgerutschten Hangs, den die Stadt aufwändig sichern muss (wir berichteten).

Ein Hangrutsch sei aber offenbar nicht Ursache des Unglücks gewesen, sagt Herkströter. An der Stelle habe wenig Geröll gelegen. „Der Junge sagte aus, er sei abgerutscht und nicht geschubst worden“, teilt die Polizei auf Anfrage mit.

Gegen 18.20 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehr ein – die Spielkameraden des Zehnjährigen hatten Passanten aufmerksam gemacht. „Wir haben die Stelle dank der Markierungen des Ruhrsicherheitssystems schnell gefunden“, berichtet Jens Herkströter. Ein Notarzt versorgte den Jungen an der Unfallstelle. Weil Verletzungen des Rückens nicht ausgeschlossen werden konnten, wurde der Zehnjährige mit einer so genannten Schleifkorbtrage gerettet. „Das ist eine sehr stabile Halbschale, mit der man Verletzte aus Höhen abseilen kann oder eben sichern und einen Hang hinunter bringen kann.“

Zur Sicherung der Rettungskräfte mussten die zwölf Meter Hang vom Leinpfad aus mit Leiterteilen begehbar gemacht werden. Die Einsatzkräfte der Hauptwache und der freiwilligen Feuerwehr-Einheiten aus Mitte und Welper wurden von der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) unterstützt. Ein Rettungshubschrauber flog den Jungen in eine Spezialklinik nach Essen. Zu seinen Verletzung ist noch nichts Genaueres bekannt. Allerdings befindet sich der Junge wohl bereits auf dem Weg der Besserung und kann das Krankenhaus nach Auskunft der Mutter voraussichtlich am heutigen Samstag verlassen.

Absperrung gefordert

Als erste Reaktion auf die Nachricht vom Unfall forderten Internetnutzer, den Bereich oberhalb des Felshangs abzusperren. Er sei für Kinder viel zu leicht zugänglich. Unklar blieb am Tag nach dem Unglück noch, ob es sich um eine städtische Fläche handelt. Schilder weisen laut Herkströter bereits auf den gefährlichen Hang hin. „Wir werden uns das mit Sicherheit noch einmal anschauen“, sagte Stadtsprecherin Susanne Wegemann.