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Jobcenter-Mitarbeiterinnen aus Hattingen und Sprockhövel wegen gewerbsmäßiger Untreue angeklagt

28.08.2012 | 22:00 Uhr
Jobcenter-Mitarbeiterinnen aus Hattingen und Sprockhövel wegen gewerbsmäßiger Untreue angeklagt
Zwei Frauen aus Hattingen und Sprockhövel sollen das Jobcenter um mehrere Hunderttausend Euro gebracht haben.

Hattingen.  Vor dem Landgericht Hagen wird derzeit zwei Mitarbeiterinnen des Jobcenters der Prozess gemacht. Den Frauen aus Sprockhövel und Hattingen wird vorgeworfen, in die eigene Tasche gewirtschaftet und dabei einen Schaden im sechsstelligen Bereich verursacht zu haben.

Über Jahre hinweg sollen zwei Angestellte des Jobcenters des Ennepe-Ruhr-Kreises in die eigene Tasche gewirtschaftet haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Gesamtschaden im hohen sechsstelligen Bereich aus. Jetzt stehen die beiden Frauen und zwei mutmaßliche Helfer wegen gewerbsmäßiger Untreue vor dem Hagener Landgericht.

Als Mitarbeiterinnen der Anweisungsstelle sollen die beiden Frauen – eine 55-Jährige aus Sprockhövel und ihre 57-jährige Kollegin aus Hattingen – ihre Vertrauensstellung ausgiebig ausgenutzt haben. In 408 Fällen zwischen Januar 2009 und Mai 2011, so zumindest der Vorwurf, nutzten sie tatsächlich existierende oder bereits abgeschlossene Vorgänge, um sich selbst zu bereichern. Laut Anklage hatten sie dabei eine arbeitsteilige Vorgehensweise. Das Geld – insgesamt 605.688,60 Euro – soll auf diversen Konten der 55-Jährigen aus Sprockhövel, ihres Ehemannes, ihres Sohnes und einer weiteren, gesondert verfolgten Person geflossen sein.

Ebenfalls angeklagt sind Sohn und Ehemann

Der Gatte und der Sohn sitzen ebenfalls auf der Anklagebank. Vorwurf hier: Beihilfe zur gewerbsmäßigen Untreue. Sowohl die Angeklagte aus Hattingen als auch der Sohn sollen für ihren Anteil ein Stück vom „Kuchen“ abbekommen haben – per Überweisung oder auch bar.

Jetzt begann der Prozess vor der 6. Großen Strafkammer des Hagener Landgerichts – interessiert verfolgt von etlichen Zuschauern. Die beiden Frauen, die vorne auf der ­Anklagebank saßen, konnten harmloser nicht wirken. Während sich die 55-Jährige aus Sprockhövel der ­Kamera eines Fernseh-Journalisten stellt, verschwindet ihre frühere Kollegin aus Hattingen hinter einer Akte. Sie möchte ihr Gesicht der Öffentlichkeit nicht zeigen.

Da der Prozess spät begann, war der erste Verhandlungstag schnell vorbei. Nach Erörterung der Personalien und Verlesung der Anklageschrift ist vorerst Schluss.

Lediglich Gericht, Staatsanwaltschaft und Verteidigung führten auf Wunsch der Rechtsanwälte aller vier Angeklagten ein Rechtsgespräch – hinter verschlossenen Türen. Das Verfahren wird mit den Einlassungen der vier Angeklagten und der Vernehmung erster Zeugen fortgesetzt. Insgesamt sind für den Prozess bislang sieben Verhandlungstage anberaumt.

Sylvia Mönnig


Kommentare
30.08.2012
09:12
Jobcenter-Mitarbeiterinnen aus Hattingen und Sprockhövel wegen gewerbsmäßiger Untreue angeklagt
von KomischDasAlles | #1

Aaah ja, sehr interessant.

Spitze des Eisberges?

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