Jecken fehlt mehr Unterhaltung

Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Zur der Karnevalsfeier der SG Welper kamen nur rund 160 Gäste in die Aula der Gesamtschule. Der Verein zieht eine Lehre daraus.

Hattingen..  Die SG Welper stellt jedes Jahr eine Karnevalsfeier auf die Beine. Was zuletzt ein Erfolg für den Sportverein war, lief am vergangenen Wochenende nicht so gut. Nur rund 160 Jecken fanden sich in der Aula der Gesamtschule ein und sahen ein recht kurzes Programm.

Schon im Vorfeld standen die Zeichen nicht so gut. Denn einige Gruppen, die in den vergangenen beiden Jahren noch für gute Stimmung gesorgt hatten, traten in diesem Jahr gar nicht auf. Der Verein versuchte, seine Programmpunkte so weit es geht aus den eigenen Reihen zu gestalten. Doch das war dieses Mal mehr als schwierig.

Mit den Jazz Ladys trat nur eine Gruppe der SG Welper auf. Für die Absagen der anderen Gruppen gab es verschiedene Gründe: Manche planten im Voraus keinen Auftritt, andere bekamen nicht genug Leute zusammen. Die Jazz Ladies standen dafür umso mehr im Fokus und schafften es, zu begeistern. In ihrer Choreografie wechselten sie sogar dreimal die Kleidung.

Mit den Ruhrölften und dem Spielmannszug Werne standen noch zwei externe Gruppen auf der Bühne. Die Ruhrölften präsentierten mit ihrer Tanzgarde einen schwungvollen Einstieg, bei dem auch das Stadtprinzenpaar Manuel I. und Svenja I. zugegen war. Der Spielmannszug spielte mit zwei Trommeln, einer Flöte, einem Xylophon und Klanghölzern unter anderem das Steigerlied.

Die Aktiven erhielten zwar nach ihren Auftritten anerkennenden Jubel. Den Jecken war das Programm aber zu kurz. „Man freut sich eigentlich auf die Feier, es ist ja Tradition. Nun bin ich enttäuscht, dass das Programm so mau ist. Es ist kein Vergleich zu den Vorjahren“, findet Ronny Engler. Martin Pickhardt sieht dadurch sogar einen Nachteil für den Stadtteil: „Das war schwach, es muss sich wieder was ändern.“

Sketche und Büttenreden hatte die SG Welper übrigens vor einigen Jahren schon als Programmpunkte ausprobiert und aufgrund mangelnden Zuspruchs verworfen. So blieb nun zwischen den nur vier Nummern mehr Zeit zum Tanzen. „Das kam in den letzten Jahren etwas kürzer. Darüber hatten sich auch einige Gäste beschwert“, sagt Moderator Achim Risse. Er betrachtet die Situation aber nicht problematisch: „Wir können jetzt Anlauf für etwas Neues nehmen.“

Ähnlich sieht es auch Torsten Küper, der Karnevals-Organisator. Er ist mit der Zahl der 160 Gäste nicht ganz zufrieden. Zwar ist ein Teil davon ganz auf seine Kosten gekommen, negative Stimmen sind ihm jedoch auch zu Ohren gekommen. „Wir haben nun die Chance, im nächsten Jahr etwas Neues aufzuziehen“, sagt Küper.