Jagdschein mit 18 Jahren
07.12.2010 | 17:46 Uhr 2010-12-07T17:46:00+0100
Hattingen.Isabel Brand kam durch ihre Familie zum Hobby.
Schüsse knallen herüber im Schießstand unterhalb der Isenburg. Fiby liegt ganz entspannt neben dem Tisch. Ihr Kopf ruht auf die Pfoten, nur manchmal blickt die zweieinhalb-jährige Hündin, ein Englisch-Springer-Spaniel, auf zu Isabel Brand. Die junge Frau mit den roten Locken und grünen Fingernägeln fällt auf zwischen den älteren Jägern, die am Tisch sitzen und plaudern. Denn auch sie ist Jägerin. Die 18-Jährige hat im Frühjahr ihre Prüfung absolviert und ihren Jagdschein erhalten.
„Ich bin da hineingewachsen, durch meine Familie“, erzählt sie. Vater und Mutter sind beide Jäger, den Gang durch den Wald kennt sie seit ihrer Kindheit. Und verbindet damit positive Erinnerungen an die Natur. Die Eltern haben eine Jagdhütte, wo die Familie Wochenenden verbringt. Als sie älter wurde, habe sie sich natürlich gefragt: ‘Jagen, was ist das eigentlich?’ Das Interesse war geweckt, und mit 14 Jahren beschäftigt sich Isabel Brand intensiver damit. Ein Jahr später visiert sie den Jagdschein an, mit ihrem Bruder und einer Freundin.
Wer sich als Jugendlicher fürs Jagen begeistert, erzeugt bei Freunden und Mitschülern eher Stirnrunzeln als Jubel. „Freunde haben mich gefragt: ‘Wie, ihr seid Jäger?’“, erzählt sie. Aber nach ein paar Jahren habe sich das gelegt. Vielmehr hätten sich Freunde dafür interessiert, was sie mache. Sie hätten sie begleitet für ein Wochenende in der Jagdhütte. „Es ist sehr gemütlich, man sitzt ums Feuer – ein bisschen wie im Zeltlager,“ erläutert sie die Atmosphäre.
Das und nicht das Schießen mache für sie das Jagen aus. Das Schießen sei sowieso nur ein Bruchteil ihre Tätigkeiten. Der Puls gehe dabei aber schon in die Höhe, auch wenn der Schuss klappe. „Danach frage ich mich aber auch immer: ‘Habe ich alles richtig gemacht.’” Danach müsse sie erstmal zur Ruhe kommen.
Das Töten selbst sei für sie kein Problem. „Aber ich schieße ja nicht wahllos.” Das Schlimmste für einen Jäger sei, einen Fehlschuss abzufeuern, und eine Ricke mit ihren Kitzen zu schießen. „Zum Glück ist mir das noch nicht passiert.” Isabel Brand erläutert: „Man wird Jäger, um zu hegen. Jäger bauen Hochsitze oder legen Suhlen an“, nennt sie Beispiele. Die Natur genießen, die Zeit vergessen, das Handy ausschalten – auf dem Hochstand sitzen und abschalten. Wenn sie zur Jagdhütte fahre, sei es, als ob sie einen Hebel umlege. All das gehöre für sie dazu. Auch die Gemeinschaft und die Tradition gefalle ihr. „Ich bin gerne Jäger“, sagt sie. Aber Isabel Brand ist keine Jägerin, die ständig in den grünen Kleidern herum läuft. „Ich gehe auch gerne feiern“, sagt die Gymnasiastin lachend. In Essen-Werden macht sie ihr Abitur. „Jagen hat einen großen Bestandteil in meinem Leben, aber es bestimmt nicht meinen Alltag“, fügt sie hinzu.
Alles andere als Alltag war ihre Jagdprüfung. Umfangreich sei die. „Als ich die bestanden hatte, war das etwas ganz Besonderes für mich“, sagt Isabel Brand und ihre Augen leuchten auf. Sieben Monate Lernen liegen hinter ihr, zweimal die Woche hatte sie Unterricht: unter anderem Wildbiologie, Jagd-, Tierschutz- und Naturschutzrecht, Sicherheitstechnik oder Jagdhundewesen. Mit Blick auf ihre Stöberhündin Fiby erzählt sie, wie aufwändig deren Ausbildung sei. „Das habe ich unterschätzt.“ Dazu kam noch Schießtraining. Sie habe immer ganz gut geschossen, meint sie. Aber aufgeregt sei sie damals dennoch gewesen. Zum Umgang mit der Waffe sagt sie: „Ich bin vertraut damit, verliere aber nicht den Respekt davor. Man hat eine Macht in den Händen.“
19:03
Ein eindrucksvoller Bericht, von T. Klippstein. Jagd ist kein wildes schießen auf Tiere, auch hat es wenig mit Spß am töten zu tun, denn dazu gibt es andere Möglichkeiten.
Warum kein Waffenschein, ab achtzehn, vorerst unter erfahrener Begleitung, später alleine, dies ist sowieso gesetzlich geregelt.
Jeder kann sein Hobby selbst bestimmen, wäre schade, wenn einige Sparten ausgeschlossen werden.
00:51
@ 4
Ohh ein Oberlehrer!
Vieleicht solten sie das gelesene auch versuchen zu verstehen.
Den Artikel haben sie auf jedenfalls nicht verstanden.
Und meinen Kommentar noch weniger.
Als Hellseher taugen sie leider auch nicht!! Ich bin kein Jäger.
Es mag ja sein das Sie mehr Syntax und Grammatik im Kopf haben.
Deswegen ist da auch kein Platz mehr für die Realität.
Wieso haben wir den ihrer Meinung nach immer mehr Wildschweine, Waschbären,Füchse und soweiter in Wohngebieten??
Weil das Mutternatur selber regelt?
Denken sie mall Realistich.
Über solche Scheinheiligen Moralapostel könnte ich mich Kaputlachen!!
Hier sich aufregen das ein Jäger(in) ein Tier Tötet und Morgen die Schnitzel aus dem angebot Kaufen!! (Wo ja Kein Tier für STERBEN musste)
kurz noch die Polnische Mastgans für Weihnachten mitgenomen und ab Nach Hause aufs Ledersofa.
17:34
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17:33
Tja...immer heikles Thema sowas...aber ich denke Jäger sind wichtig für den Bestand etc. Es geht hier ja nicht um blindes Abknallen. Mit einer vernünftigen Jagdausbildung sollten hier eigentlich keine Diskussionen aufkommen.
15:21
Ich halte diese Tiermörder alle für krank und wenn sie auf Lebewesen schießen wollen, sollen sie zur Bundeswehr gehen und sich für den Auslandseinsatz melden. Aber wenn der Gegner zurück schießt, ist es sicherlich nicht mehr so toll. Sind doch alle nur Fratzenmacher, die ihre perversen Triebe an wehrlosen Tieren ausleben wollen. Zeigen wollen das sie Geld haben, Waffen besitzen und angeblich im Wald was zu Melden haben.
Um Naturschutz oder um Tierliebe geht es hier keinem!
Die größten Jägerlügen:
http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&task=view&id=676&Itemid=86
14:42
ich könnte ja mehr dazu schreiben, aber diese grüne Killerbande kotzt mich einfach nur noch an mit ihrem verlogenen Gelabere um Notwendigkeit und Regulierungsbedarf.
Von mir aus können und sollen die sich alle gegenseitig wegballern, dann kehrt endlich mal Ruhe ein.
13:20
Eine ziemlich traurige Gesellschaft, in welcher gesellige Hüttenabende und Lagerfeuerromantik ohne Schusswaffe nicht zu haben sind. Finden Sie nicht auch, hattinger85?
12:12
Ich versteh die ganze Aufregung um den Artikel nicht.
Wer aufmerksam liest, wird feststellen, dass dies keine blutrünstige Killer-Kurzgeschichte ist, sondern einzig und allein eine Personenvorstellung.
Außerdem wird ja nicht en-details beschrieben wieviele Tiere das Mädchen erlegt hat.
Und das abgegrenzt wird hat auch keiner gemerkt.
Frau Brand spricht für die Abende in der Jagdhütte aus und gegen das Schießen, da es nur ein minimaler Bestandteil der Jagd ist.
Also bitte etwas aufmerksamer lesen und voreilig mit Vorurteilen und Clischees um sich werfen.
Aus Respekt zur dargestellten Person und denen, die sie vertritt.
12:03
Mädel , such dir ´n anderes Hobby !
12:01
Unsere Vorfahren haben aus Hunger gejagt und das war legitim.
Unsere Jäger jagen unter dem Deckmantel der Tierpopulation aus reinem Spass an der Sache.
Das solltet ihr nicht verleugnen !