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Musikschule

Instrumente im Wechsel lernen

12.02.2016 | 19:00 Uhr
Instrumente im Wechsel lernen
Peter BrandFoto: Walter Fischer

Karussell soll verhindern, dass Kinder eine falsche Instrumentenwahl treffen. Musikschule will bei Jekits Folgeangebote an Grundschulen mache

Beim Übergang von Jeki zu Jekits müssen Perspektiven her und Anschlussangebote, um die Kontinuität der Musikschularbeit zu gewährleisten. Das geht aus der Vorlage für den Kulturausschuss hervor. Die Lösung sollen zusätzlicher Unterricht in Kleingruppen und ein neues Konzept für die nächsten Jahre bringen.

Jeki (Jedem Kind ein Instrument) hat die Musikschule verändert und ist zu einem wichtigen Standbein geworden. Es hat Strukturen geschaffen, die sich aus Sicht der Musikschule nicht mehr umkehren lassen. „Inhaltlich und finanziell“ führt deshalb für die Verwaltung kein Weg daran vorbei, sich am Nachfolger Jekits zu beteiligen, der es ermöglicht, neben Instrumenten auch Tanzen und Singen zu wählen. Deshalb soll der Kulturausschuss in seiner Sitzung nächste Woche grünes Licht für das Nachfolgeprogramm geben. Am Vorgänger, der 2017/2018 nach zehn Jahren endet, nehmen 670 Schüler der Grundschulen Alt-Blankstein, Bredenscheid, Bruchfeld, Erik Nölting, Heggerfeld, Holthausen, Oberwinzerfeld, Winz-Niederwenigern und der Förderschule St. Georg teil. Seit dem laufenden Schuljahr hat Jekits begonnen. Beide Projekte laufen parallel. An Jeki beteiligen sich 41 Kinder aus sozial schwachen Familien, das sind 13,8 Prozent.

Dass das Programm von vier auf zwei Jahre eingedampft worden ist, ist aus Musikschulsicht allein „nicht zielführend“, wie es in der Vorlage heißt. In den vergangenen Jahren sind an den Grundschulen Orchester entstanden, die sich in ihrer Qualität gesteigert haben. „Das wird nicht mehr möglich sein.“ Für sinnvoll werden Angebote über das zweite Schuljahr hinaus erachtet und ein musikalischer Anschluss zwischen Grundschulende und den Angeboten an weiterführenden Schulen.

Haben sich Kinder bei Jeki vertan und nicht das Instrument gewählt, das ihnen am besten liegt, gibt es keine Umkehr mehr. Die Instrumentenwahl habe in der Vergangenheit zu viel Unmut bei Kindern und Eltern geführt, so die in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen.

Ein Instrumentenkarussell im zweiten Jahr soll es richten und Interesse wecken mit einer Phase praktischen Ausprobierens verschiedener Instrumente von Zupf-, Blech- und Holzblasinstrumenten bis zu Keyboards in Gruppen. Alle drei Monate wird gewechselt. Der Instrumentalunterricht im dritten Schuljahr soll von der Musikschule an den Grundschulen angeboten werden. Grundschulleitungen, Lehrer und Eltern sehen in der Veränderung „eine Verbesserung des doch sehr starren Jeki-Systems“.

Brigitte Ulitschka

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2016-02-12 19:00
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