Industriemuseum zeigt den Film „Rom, offene Stadt“

Mit Italiens Drama „Rom, offene Stadt“ von Roberto Rossellini setzt das Industriemuseum seine Reihe „Italien im Film“ fort am Mittwoch, 8. Juli, 19 Uhr (mit Aldo Fabrizi, Anna Magnani u.a., FSK 12, 93 Minuten). Die Arbeiten an dem Film begannen während des Zweiten Weltkrieges. Zuvor war Rom zur „offenen Stadt“ erklärt worden, nach Haager Kriegsrecht eine Stadt also, die weder verteidigt noch angegriffen werden darf. Der Film berichtet am Beispiel des Ingenieurs Manfredi und des Priesters Don Pietro von der Verfolgung des Widerstandes durch die Gestapo. Manfredi wird zu Tode gefoltert, Don Pietro wird hingerichtet. Erschossen wird er von jenem Offizier, der zuvor volltrunken den Deutschen die Quittung für ihr „Herrenmenschtum“ prophezeit hat: Was bleiben wird, ist der Hass Europas auf das deutsche Volk.

In Deutschland blieb der Film bis 1950 auf dem Index. 1961 kam eine synchronisierte und zensierte Version in die Kinos. Den Filmabend eröffnet die zensierte Folterszene. „Dieser Meilenstein des italienischen Neorealismus erzählt mit dieser Szene viel über Faschismus, Krieg, Kultur und Zensur und die Weigerung, sich der Verantwortung zu stellen“, sagt Museumsleiter Robert Laube. Eintritt ist frei.