In 74 Tagen endet das analoge Satelliten-Fernsehen
15.02.2012 | 17:38 Uhr 2012-02-15T17:38:00+0100
Hattingen. Die Übertragung wird am 30. April eingestellt. Wer wissen will, ob er betroffen ist, schaut im Videotext nach – oder fragt den Fachmann.
Wer sein Fernsehprogramm noch analog über eine Satellitenschüssel empfängt, für den bleibt am 30. April der Bildschirm schwarz – weil die TV-Sender an diesem Tag ab 3 Uhr morgens nur noch ein digitales Signal verbreiten.
Zuschauer, die nicht genau wissen, ob ihre Anlage analog oder digital empfängt, können sich über den Videotext informieren – und zwar über die Seite 198 der meisten Sender (ARD-Programme, ZDF, RTL, Sat1, Pro7). Dort wird sofort angezeigt, ob man sich beruhigt zurücklehnen kann – oder ob das Empfangsgerät umgerüstet werden muss.
Fernsehmechanik-Meister Rainer Knippert aus Welper digitalisiert zurzeit bereits täglich Satelliten-Antennen und berät Kunden. Diese Arbeit beanspruche oft viel Zeit -- so dauert die Umrüstung einer einzelnen Satellitenanlage etwa eineinhalb Stunden.
Er rät: „Bereits vor der Umstellung auf digitales Fernsehen sollten Nutzer umsteigen, Zubehör anschaffen.“ Hierzu zählt ein digitaler Satellitenempfänger zwischen Fernsehgerät und Satellitenanschluss. „Neuere Fernsehgeräte haben aber meist keine Probleme mit der Digitalisierung“, weiß Knippert. Jedoch müsse oft das Antennenkabel ausgetauscht werden, da es hohe Frequenzen schlechter empfängt.
Eine weitere Hilfe bieten die Fernsehsender den (noch) analogen Kunden: „Im laufenden Programm wird der Einsatz von Laufschriften mit Hinweis auf die bevorstehende Abschaltung intensiviert“, erklärt Klaus Hofmann, Sprecher der Landesmedienanstalten. „Diese Einblendungen werden ausschließlich über den analogen Verteilweg ausgestrahlt und erreichen lediglich die noch betroffenen Satelliten-Haushalte.“
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