Improvisation und eigene Versionen

Foto: Volker Speckenwirth / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Band Funkstelle Hattingen Mitte spielte Funk- und Soulhits.

Hattingen..  Zehn Musiker schrieben ein neues Kapitel der Funk- und Soulmusik und eroberten damit die Bühne am Krämersdorf – denn die Profis um Peter Brand hatten speziell für einen Auftritt auf dem Altstadtfest die Band Funkstelle Hattingen Mitte ­gegründet. Das Motto der meisten Arrangements: instrumentale Improvisation auf höchstem Niveau.

„Unser Ziel war es, dem Publikum zu zeigen, dass Hattingen mehrere Generationen erfolgreicher Musiker hervorgebracht hat und diese auch gerne mit ihrer Heimatstadt verbunden sind“, sagt Peter Brand, Initiator des Projektes und Leiter der Musikschule. Dabei waren unter anderem die Mitglieder des Starlight-Express-Orchesters Lutz Deterra am Keyboard und Carsten Gronwald an der Trompete sowie weitere Musikschullehrer und ehemalige Schüler – wie Carla Köllner, mittlerweile Folkwang-Jazzstudentin für Posaune.

Die rhythmischen Melodien, die ins Ohr gingen und das Publikum vom ersten Ton an zum Mitwippen anregten, waren von instrumentalen Solos geprägt, die der Gesang Nils Christopher Vöglers ergänzte. Die Reihenfolge der Stücke entschied die Band, die für das Projekt nur zweimal proben musste, spontan. So wurden bekannte Hits der Szene wie „The Chicken“ (Jaco Pastorius), „Soul With A Capital S“ (Tower of Power) oder „Superstition“ (Stevie Wonder) gespielt. Klar im Vordergrund: die Bläser der Band. Doch nicht nur Kenner wurden am Krämersdorf in die Funk- und Soulwelt entführt – auch Lieder wie „I Need A Dollar“ (Aloe Blacc), sorgten für Stimmung. Jedoch erhielten auch solche bekannten Chartshits eine eigene Note: vor allem durch den Sänger, der spontane Einlagen über die Solos hinweg zum Besten gab.

Was die Profis bei ihrem Auftritt zeigten? Hattinger – Musiker wie Zuhörer – haben Spaß an der Musik.