Immer wieder Einbrüche in Hattinger Kleingärten

Frank König ist Vorsitzender des Kleingartenvereins am Salzweg.
Frank König ist Vorsitzender des Kleingartenvereins am Salzweg.
Foto: Funke Foto Services
Zweimal in zwei Wochen schlugen Diebe am Salzweg zu und verursachten hohen Sachschaden. Polizei: Täter kommen oft aus der Drogen- und Trinkerszene.

Hattingen..  Türen aufgebrochen, Schlösser verbogen, Fenster eingeschlagen: Für die Kleingärtner am Salzweg hielt der sonnige Tag eine böse Überraschung bereit. Zum zweiten Mal in zwei Wochen waren Diebe in ihrer Anlage. Immer wieder werden Hattinger Schrebergärten Ziel von Einbrechern. Die Täter sind aber in der Regel ganz andere, als bei Raubzügen durch Wohnungen, wie die Polizei aus Erfahrung weiß.

„Das Ziel sind Gegenstände, die gut verkauft werden können“, sagt Polizeisprecher Dietmar Trust. So auch dieses Mal: ein Fernsehgerät und verschiedene Elektro-Werkzeuge ließen die Diebe mit­gehen, als sie fünf Gartenlauben aufbrachen.

„Bei solchen Einbrüchen handelt es sich meist um regionale Täter aus der Drogen- und Trinker­szene, die schnelles Geld machen wollen“, erklärt Trust. Diese Einschätzung bestätigen die Beobachtungen der Kleingärtner. Denn schon vor einer Woche war in das Vereinsheim am Salzweg eingebrochen worden. Gestohlen wurden: Getränke und Geräte aus der Garage. Erika Pohle, die den Einbruch entdeckte erinnert sich, dass die Kellertür komplett herausgebrochen war und weitere Türen zerstört wurden – sie müssen samt Türzarge ersetzt werden. So ist der Schaden durch die Zerstörung oft größer als durch den Diebstahl. In diesem Fall: 5000 Euro.

Wie bei vielen anderen in der Anlage hatten die Diebe auch den Anbau der Gartenhütte von Erika Pohle ins Visier genommen. „Hier ist nichts zu holen. Aber es fehlten zwei Bierflaschen“, schüttelt sie verwundert den Kopf. Bei anderen waren Werkzeugkisten durchsucht worden.

Von ähnlichen Einbrüchen weiß auch Alfred Peters, Kleingärtner am Vogelsang, zu berichten. Diebe hätten den Kühlschrank ausgeräumt. Ein Gartennachbar berichtet von Werkzeugen, die ihm gestohlen wurden. „Wir haben schon Bewegungsmelder damit das Licht angeht“, sagt Peters: „Der Scheinwerfer wurde aber weggedreht.“ Außerdem ließen die Kleingärtner inzwischen die Beleuchtung am Weg an, um abzuschrecken.

Auch am Salzweg überlegen die Pächter jetzt, wie sie ihr Eigentum schützen können. „Man hat Angst noch irgendwas in der Hütte zu lassen“, betont Petra König. „Letztes Jahr haben sie alle Regenrinnen und alles aus Kupfer geklaut“, erinnert sich ihr Mann und Vorsitzender des Kleingartenvereins Frank König und ergänzt: „Abschließen können wir die Anlage nicht. Da führt ein öffentlicher Weg durch.“ Ein Gartennachbar überlegt: „Vielleicht sollten wir auf den Toren und Zäunen Zacken anbringen.“

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