Im Burgviertel rollen jetzt die Bagger

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Was wir bereits wissen
Der Baustart zur endgültigen Entwicklung des ehemaligen Puth-Geländes ist erfolgt. Aber auch für andere Standorte im Stadtgebiet gibt es Pläne oder Neuigkeiten. Ein Überblick.

Hattingen..  Eigentlich sollte es schon im Sommer 2013 losgehen. Nun ist es März 2014 geworden. Jetzt allerdings rollen die Bagger im Blankensteiner Burgviertel. Nach rund zehn Jahren Entwicklungs-Stillstand hatte die HWG das Gelände im Frühjahr 2013 an die Essener Urba Bau GmbH verkauft. Generalunternehmer Werner Baltes will auf dem 14 000 Quadratmeter großen Areal 40 Doppelhaushälften, eine Dreierreihe und drei Vierfamilienhäuser hochziehen. „Am Amtmann-Thiel-Weg sind in den letzten Wochen bis auf ein Haus alle Doppelhaushälften verkauft worden“, erzählt Baltes. „Gleichzeitig gehen die Verkäufe am Seilerweg zügig voran, so dass auch hier in vier bis sechs Wochen die Arbeiten beginnen werden.“

Rewe kommt noch später

Hier ein Baustart also, dort eine weitere Verzögerung: Der neue Rewe-Markt im Rauendahl ist in eine verwaltungstechnische Warteschleife geraten, die das Projekt noch einmal um drei Monate zurückwirft. Wir erinnern uns: Im April 2011 hatte der Wittener Investor und Projektentwickler Udo Dzykonski den Zuschlag für die Errichtung eines Lebensmittelvollsortimenters im Dreieck Helenenweg/Denkmalstraße/ Wuppertaler Straße erhalten. 1,125 Millionen Euro zahlte er für das Grundstück. Eine Bürgerinitiative vor Ort leistet bis heute erbitterten Widerstand.

Jetzt hält ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts das Vorhaben auf. Das Gericht hat im Juni 2013 verfügt, das Bekanntmachungen zur Offenlegung von Bauvorhaben auch Informationen darüber enthalten müssen, welche Umweltbelange in den Stellungnahmen behandelt werden. Dem wird die zwei Monate zuvor gestartete Offenlegung für den Rewe-Markt in Winz-Baak nicht gerecht, so dass das Verfahren wiederholt werden muss. Geschätzte Verzögerung: drei Monate.

Klinik erneuert Bettentrakt

Keine Bedenken haben Politik und Verwaltung gegen Ausbaupläne der Klinik Blankenstein. Im Rahmen eines millionenschweren Sanierungsprogramms für das Krankenhaus soll am westlichen Giebel des Bettenhauses und fünfgeschossiger, rund neun Meter tiefer Anbau entstehen. Damit will die Klinik den Bettentrakt modernisieren und den aktuellen Patientenanforderungen anzupassen.

Bungalows mit Ruhrblick

Leicht abgewandelt hat die Düsseldorfer Vastbau GmbH ihre Pläne zum Bau von zehn Terrassenwohnungen in Winz-Baak. Am Ruhrhang zwischen Königsteiner- und Dahlhauser Straße soll durch diese Bungalow-Einheit eine der letzten Baulücken direkt an der Ruhr geschlossen werden. Die zehn Wohnungen entstehen in zwei nebeneinander stehenden Gebäuden. Wegen der Hanglage verspringt jedes Stockwerk ein Stück weiter nach hinten, so dass alle Wohnungen Terrassen mit Ruhrblick erhalten.