Hundt-Druckerei soll Ärztehaus werden

Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Der Bau soll zwei zusätzliche Etagen bekommen. Eigentümer Heinz Prygoda investiert mehrere Millionen Euro. Die erste Praxen könnten schon im Sommer 2016 einziehen.

Hattingen..  Die ehemalige Druckerei Hundt an der Augustastraße 17-19 soll umgebaut und ein Ärztehaus werden. Die Idee von Eigentümer Heinz Prygoda nimmt nun konkrete Formen an. Geht es nach dem Willen des Bauherrn, könnten schon im Sommer 2016 die ersten Praxen einziehen.

Bis Ende kommender Woche sollen die Bauanträge bei der Stadt eingereicht sein, kündigt Prygoda an.. Dann hofft er auf eine schnelle Entscheidung. Denn mit den Bau­arbeiten beginnen möchte er am liebsten schon in drei Monaten. „Es muss alles entkernt werden“, blickt er in die Zukunft.

Fünf bis sechs Millionen Euro will der Eigentümer in die ehemalige Druckerei investieren. Geplant ist eine Aufstockung des Gebäudes: Im Mittelteil der ehemaligen Druckerei sollen zwei Etagen auf die bestehenden drei Stockwerke aufgesattelt werden. Fünf Geschosse lässt der Bebauungsplan für diesen Bereich maximal zu. „Dort oben soll ein Penthouse entstehen“, sagt Prygoda. Die Seitenflügel werden dreigeschossig.

Auch bezüglich künftiger Mieter der dann etwa 3800 Quadratmeter großen Fläche hat der Immobilienbesitzer bereits genaue Vorstellungen. Im ersten und zweiten Obergeschoss sollen Arztpraxen unterkommen. „Ich habe schon so viele Anfragen von Ärzten“, sagt er. Bestehende Praxen würden gern an der Augustastraße einziehen – Ärzte hätten bereits für einen Termin im Sommer des kommenden Jahres Interesse angemeldet.

Im Erdgeschoss soll eine Apotheke einziehen, Außerdem kann sich Heinz Prygoda hier gut einen Bio-Supermarkt vorstellen. Die Tanzschule Brand im Untergeschoss soll übrigens nicht nur erhalten bleiben, sondern auch modernisiert werden und einen neuen Boden bekommen. Für die Dauer des Umbaus vorübergehend allerdings müsse sie komplett schließen.

Auf der nicht überbaubaren Fläche des Grundstücks sollen 33 Stellplätze entstehen. Dazu kommen verteilt Grünelemente. Der Bebauungsplan sieht allerdings eine Baumreihe an dieser Stelle vor. Die soll nicht realisiert werden. Eine solche Ausnahme von den Vorgaben ist aber möglich. Deshalb wird der Stadtentwicklungsausschuss sich in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 19. Mai, mit dem Projekt befassen.

In ihrer Vorlage schlägt die Stadtverwaltung vor, der Planung zuzustimmen. Als Begründung wird angeführt, dass an der Augustastraße in diesem Bereich bereits große Bäume wachsen und mit den Grünflächen „dem Grundzug der Planung Rechnung getragen wird“.