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Hoffnung für die 177 schwindet

30.04.2010 | 17:29 Uhr
Hoffnung für die 177 schwindet

Hattingen. Essen hat im Hattinger Rathaus deutlich gemacht, dass kein Interesse daran besteht, die Buslinie so weiterzuführen.

Heinz-Theo Haske, Ortsvorsteher für Niederwenigern, Dumberg und Niederbonsfeld, ließ die Bombe platzen: Bei der Essener Verkehrs AG ist das Aus der Linie 177 auf dem Teilstück Nierenhof-Kupferdreh offenbar beschlossene Sache. Das verriet der CDU-Politiker am Donnerstagabend über 60 Zuhörern einer Bürgersprechstunde, zu der die „Bürgerinitiative 177“ und der Kultur- und Bürgerverein Niederbonsfeld in die Sportscheune an der Kohlenstraße eingeladen hatte.

„Heute Nachmittag fand im Rathaus ein Gespräch statt, an dem Vertreter der Kreise Mettmann und Ennepe-Ruhr, der Stadt Essen für die EVAG und der Velberter Verkehrsgesellschaft teilnahmen“, berichtete Haske. „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich hier keine Details nennen kann, weil am Dienstag zunächst der Umwelt- und Verkehrsausschuss informiert werden soll“, verlangte er seinen Zuhörern ab. So viel immerhin wolle er schon sagen: „Die Vertreter der Stadt Essen haben deutlich gemacht, dass sie kein Interesse daran haben, die 177 so weiterzuführen.“

Zuvor hatte der Vorsitzende des Heimatvereins, Dr. Ulrich Born, deutlich gemacht, dass weder eine Ausdünnung der Fahrzeittaktung noch eine Vernetzung mit der ebenfalls auf der Strecke verkehrenden Linie 331 eine Lösung sei. „Die EVAG hat uns gesagt, dass sie, falls die Strecke nur noch im Stundentakt bedient werde, allenfalls das Benzin spare“, so Born. Und für die Vernetzungslösung sei ein Wendehammer an der Stadtgrenze zu Essen nötig.

Nachdem die geplante Teileinstellung der Linie jetzt sogar das NRW-Verkehrsministerium beschäftigt, halte er drei Schritte für unverzichtbar, um das Aus für die Linie abzuwenden: „Wir brauchen einen politischen Beschluss, der das öffentliche Interesse erklärt, dann muss der EVAG die vom Verkehrsminister festgelegte Summe für den Betrieb akzeptiert werden – und es muss entschieden werden, wer dieses Geld bezahlt.“

Bislang hatte nur Velbert gezahlt – 88 Cent je Kilometer statt des von der EVAG zuletzt als üblich verlangten Satzes von 1,69 Euro. Velbert zahlte jährlich 26 400 Euro, will diesen Betrag auch weiterzahlen.

Hattingen hingegen, deren Teilstück etwa die gleiche Länge hat, war bislang nicht zur Kasse gebeten worden. Doch selbst wenn nun die zusätzlich geforderten 24 300 Euro gezahlt würden, hegt Born Zweifel an der Fortführung der Linie 177. „Sogar bei einer Vollerstattung, die jährlich mit bis zu 200 000 Euro zu Buche schlüge, wäre es fraglich, ob die EVAG die Strecke weiterführte“, argwöhnt er.

Eine Chance allerdings sieht er noch: „Wenn die Konzession im September 2011 ausläuft, könnte die Strecke ja neu ausgeschrieben werden. Vielleicht wäre ja ein anderes Verkehrsunternehmen bereit, die 177 zu übernehmen.“

Harald Wiegand

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Kommentare
03.05.2010
14:28
Hoffnung für die 177 schwindet
von drmccoy | #1

Wieso wird diese Linie nicht als Taxibus weiterbetrieben? Das hat die Evag doch mit der Linie 175 auch gemacht.

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