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Anneke-Preis

Historischer Ritt in Kostümen

15.02.2010 | 17:35 Uhr

Die Vernunft befiehlt uns, frei zu sein: 35 Jahre nach dem Tod von Mathilde Franziska Anneke durften Frauen in Deutschland 1919 erstmals wählen. Der erste Anneke-Preis, der an die Frauenrechtlerin erinnert, wird im April in Hattingen verliehen.

Im August 1920 wurde das Frauenwahlrecht in der Verfassung der Vereinigten Staaten verankert.

Voraus geht ein historischer Ritt von Sprockhövel-Hiddinghausen, dem Geburtshaus, nach Blankenstein zum Wohnhaus. Auf dem Marktplatz wird die Reitergemeinde mit Musik und Reden empfangen, wie es in der guten alten Zeit üblich war. In diesem Rahmen soll zum ersten Mal der Anneke-Preis für herausragende und innovative Verdienste im Einsatz für Bürgerrechte und Bildung verliehen werden.

Um die berühmte Tochter, ihre Ideen und ihr Lebenswerk zu würdigen, soll der Ritt der jungen Mathilde Franziska zum Haus ihrer Großmutter nachgestellt werden – in historischen Kostümen. Und zwar im Rahmen der Sprockhöveler Local Hero Woche zum Kulturhauptstadtjahr 2010.

Der historische Ritt wird vom Gleichstellungsbüro der Stadt Sprockhövel veranstaltet zusammen mit der Hattinger Volkshochschule und dem Stadtmuseum in Blankenstein.

Mathilde Franziska Anneke, die ihre Kindheit und Jugend in Hattingen verbrachte, war eine ausgezeichnete Reiterin. Die Schriftstellerin und Journalistin kämpfte im Frühjahr 1849 an der Seite ihres Mannes mit den letzten Aufständischen in der Pfalz. Als „Flintenweib” geht sie in die Geschichte ein. Nach dem Scheitern der Revolution emigriert sie in die USA. 1853 hält sie ihre erste Rede auf der Women's Rights Convention in New York.

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