Hinter der Kamera
08.09.2010 | 16:50 Uhr 2010-09-08T16:50:00+0200
Hattingen. Konzerte, Dokumentationen oder Reportagen: Claus Juergen Barteczko produziert Filme im Alleingang.
Die Ente begleitet ihn seit 30 Jahren auf Reisen. Die Ente hat ihn in den USA den Musiker David Crosby von Crosby, Stills & Nash kennen lernen lassen und schließlich hinter die Kamera gebracht. Die Ente ist Namensgeber für die Filmproduktion Entetainment, die Claus Juergen Barteczko (49) seit Februar 2010 führt. Fotos des Autos hängen in seinen Studio in einem Fachwerkhaus am Steinhagen.
Medienzunft steht über dem Eingang. Dort fühle er sich wohl und von dort publiziert er seine Filme im Internet auf der Seite www.ruhrkanal.tv. „Was ich mache ist Infotainment“, sagt der 49-Jährige. Stefan Stoppoks Konzert in der Gebläsehalle, die Kulturhauptstadt, die Hattinger Stadttore, den Karneval in Holthausen, den Anneke-Ritt von Sprockhövel nach Hattingen oder – aktuell – ein Hilfsprojekt von Lehrern der Realschule Grünstraße: Barteczko verdient Geld mit Imagefilmen für Knappschaft, die Sparkasse oder Hochzeiten. Die Länge reicht von kurzen Videoclips auf ruhrkanal.tv, eingebunden in YouTube, bis zur Spielfimlänge. Diese gibt’s als DVD.
Das Konzept grenzt sich von dem Produkt Hattingen-Filme ab, bei dem er zuvor mit Matthias Heise gearbeitet hat. „Das war politischer ausgerichtet“, sagt Barteczko. Wobei er auch an einem Interview mit Kulturdezernentin Beate Schiffer arbeite. Und: Barteczkos filmt seine Bilder nicht nur in Hattingen. „Wenn Spannendes in Witten passiert, bin ich da.“
Wer in Hattingen jemanden mit einer Kamera auf der Schulter sieht, dann ist es meist Barteczko. Sein Motto ist learning-by-doing, also einfach machen, wie man im Ruhrpott sagt. Das hat er aus den USA mitgebracht, wo er die Tour von Crosby, Stills & Nash als Roadie begleitete. Zurück in Deutschland fing er Mitte der 2000er Jahre zu filmen. „Ich habe eine Plattform gesucht für Filme und mich mit Matthias Heise zusammengetan“, sagt der gelernte Grafiker und Schauspieler. Ein Produkt daraus sind die Hattingen-Jahres-Filme gewesen. Wie es damit weiter gehe, wisse er nicht. Denn Heise und Barteczko gehen getrennte Wege – „Konkurrenz belebt das Geschäft“, sagt er dazu. Er sei nun freier.
Barteczko ist wieder alleine. Er filmt, schneidet und produziert selber. Ein Drehbuch brauche er nicht. Wenn Fachleute sehen würden, wie er schneide, würden sie die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. „Ich fange mit der Musik an und schneide auf den Takt“, erläutert er. Musik ist ihm wichtig. So nutze er viele Kontakte, um bekannte Künstler in die Stadt zu holen. Aber er betont: „Wir haben auch richtige Künstler hier – nur weiß das keiner.“ Die porträtiert er, filmt Auftritte. Ein Projekt plant er aktuell: Fernsehen fürs Krankenhaus.
Barteczko meint: „Hattingen braucht eine Filmbude.“
18:19
Ob das nu professionel ist oder nicht. Es gibt soviele private online Blöcke die viel schlimmer sind. Ruhrkanal und Hattingenfilme, beides gut und total verschieden. Welche Stadt hat denn schon online Videos in dieser Vielfalt?
17:44
Was für Komentare ihr schreibt. seid doch froh das man schöne Bilder von Hattingen sehen kann. Ich bin gebürtige Hattingerin und wohne im Emsland. Ich lese den Regionalteil von der WAZ regelmäßig und schaue die Videos bei Ruhrkanal auch an. für mich ist es eine schöne Erinnerung an meine alte Heimat.
17:38
Vielleicht hast du das nicht verstanden. Nicht alle Videos sind käuflich...Unser Film vom Feuerwehrfest war Auftragsarbeit. Und ich meine so hab ich das auch verstanden. Steht doch da: verdient Geld mit Imagefilmen für Knappschaft, die Sparkasse oder Hochzeiten. Also richtig lesen und nicht immer alles zerreden!
16:44
Der Mann macht vieleicht Sachen, es wundert mich das er noch keine Klage am Hals hat, denn wenn er das gewerblich macht, also die Filme verkauft, braucht er von allen zu erkennenden Personen eine Freigabeerklärung ( Model-Release) und es sollte mich schon wundern wenn er die vorweisen kann bei den vielen Personen die da zu sehen sind.
Zu der Qualität möchte ich mich nicht äussern denn letztlich ist alles Geschmackssache und jeder kann eben nur so gut er kann.
09:29
Seine DVDs sind noch besser als die Clips im Internet. Hab selber 2, von Stoppok und Feuerwehr Welper....wieter so.
09:27
finde ich auch. Ausserdem sind da weit über 100 Filme online. Das da nicht alle die gleiche Qualität haben, nur verständlich. Immerhin der Junge macht das quasi für NADA! Und das für uns in der Stadt. Ich bin selber öffer auf der Seite und muss sagen es gefällt mir besonders jetzt wo bei Hattiger Filme nicht mehr so viel läuft.
08:57
Zecke!
Wie der Name schon sagt, ein lästiges Tier, dessen Gehirn die Größe eines Sandkorns hat.
Gibt es eigentlich etwas, was Du gut findest?
Mag sein, dass dieser Typ nicht den geraden Weg gegangen ist, aber er ist ein Beispiel für Kreativität und Engagement, was bei Langweilern, die gerne aus dem Hinterhalt kommentieren Argwohn, Neid und Besserwisserei auslöst.
Was kannst Du denn so Großartiges, dass Du den Rest der Welt ständig niedermachen mußt?
Oder kannst Du NICHTS und kompensierst das durch Deine Kommentare?
00:56
@von dieZecke
Wie wäre es mit - BESSER MACHEN !
00:14
Eijeijeijei...da ist aber der Meister nicht wirklich über den Amateurstatus hinausgekommen.
Tumbe Interviews, wie das mit dem Kultur-Pantoffel der Schuldenmeisterin, Ollenik, oder langweiligste Bilder aus dem Welperaner Freibad. Und dazwischen: Werbefilmchen der Ruhr 2010.
Passend zum amateurhaften Aufbau von Webseite und Bildführung des Möchte-Gern-Filmers gibt`s noch den WAZ-Artikel. Zum Glück gratis, auf dieser Webseite. Denn einen geldwerten Nutzen bietet beides nicht....