Helden-Literatur
14.01.2010 | 17:25 Uhr 2010-01-14T17:25:00+0100
Neben dem 400 Seiten starken Katalog wird es ab Februar auch ein Magazin zur Ausstellung in der Gebläsehalle geben.
Der Katalog ist so gut wie fertig, etwa 400 Seiten stark, und wird Ende des Monats gedruckt. Ein Grußwort von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, der die Schirmherrschaft für die Helden-Ausstellung in der Gebläsehalle übernommen hat, gibt's obendrein. Kosten wird das Werk um die 30 Euro. Sie merken es schon, Hattingen kommt so langsam in der Kulturhauptstadt an.
Knapp eine Woche Ruhr 2010 liegt nun hinter dem Ruhrgebiet. Mit einer gelungenen Eröffnungs-Zeremonie, mit einem besucherstarken Wochenende auf Zollverein. Und mit ereignisreichen Tagen auf dem Gelände des Industriemuseums Henrichshütte (was für die Öffentlichkeit aber noch nicht sichtbar ist).
„Ich bin überrascht, was sich in kurzer Zeit alles getan hat”, sagt Museumsleiter Robert Laube. Keine Frage, Janet Görner, die für die Gestaltung der Helden-Ausstellung verantwortlich ist, und ihr Team leisten ganze Arbeit. Nike, Halla, die ersten Exponate stehen bereits sicher in Luftpolster-Folie verpackt in der Halle. „Die Ausstellung ist das größte Rad, das bisher in unserem Industriemuseum gedreht wurde”, sagt Laube. Mehr als zwei Millionen Euro lässt sich der Landschafstverband Westfalen-Lippe (LWL) das Spektakel, das vom 12. März bis zum 31. Oktober läuft, kosten. Ausstellungschef ist Dietmar Osses, der für den LWL auch das Industriemuseum Zeche Hannover in Bochum leitet.
Der Helden-Katalog als Begleit-Literatur dieser großen Ausstellung ist sicher unverzichtbar, es wird aber auch ein Helden-Magazin aufgelegt. Dies kommt im Februar und wird an verschiedenen Stellen in und außerhalb der Stadt vertrieben.
Die mediale Verbreitung funktioniert sowieso. Die Helden-Ausstellung gehörte für den ADAC in seinem jüngsten Monatsmagazin ebenso zu den Höhepunkten der Kulturhauptstadt 2010 wie für ein holländisches Reisemagazin. Und das macht sich bemerkbar: „Wie haben schon mehrere Reise- und Besuchergruppen, die sich für Führungen angemeldet haben.”
Der Zeitplan steht: Zurzeit werden die ersten Stellwände geliefert, anschließend werden Vitrinen bestückt, ab Rosenmontag dann auch die Exponate an die richtige Stelle gerückt. Eines ist die Jacke von Tatort-Kommissar Horst Schimanski alias Götz George, die nach 43 Film-Einsätzen zunächst im WDR-Fundus und dann im Stadtmuseum Duisburg landete. Verwunderung gab es in der vergangenen Woche, als das neue Ruhr-Museum in Essen ebenfalls mit einer Schimanski-Jacke als Exponat geworben hat. Die Lösung: Entweder gebe es in Essen eine zweite Jacke, so das Industriemuseum, oder es handele sich um eine Jacke, die lediglich so ähnlich aussehe.
800 Exponate
Die Helden dürfen sich in der Gebläsehalle auf 1000 Quadratmetern ausbreiten. Mehr als 800 Exponate werden zu sehen sein, das Spektrum reicht von einer 2000 Jahre alten Nuckelflasche bis zu einem bronzenen Fußballschuh des 1954er-Helden Helmut „Boss” Rahn.
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