Hedefspor will ab Juni bauen

Arif Turan, Yalcin Dogan, Peter Gölzenleuchter und Yalcin Dogru (v.li.) beim Besuch in der WAZ-Redaktion.
Arif Turan, Yalcin Dogan, Peter Gölzenleuchter und Yalcin Dogru (v.li.) beim Besuch in der WAZ-Redaktion.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Wenn der städtische Haushalt genehmigt ist, kann der Verein loslegen. Nach der aktuellen Planung sind rund 200 000 Euro eigene Mittel erforderlich.

Hattingen..  Der Kunstrasen kommt: Am 1. Juni will Hedefspor mit dem Umbau des Sportplatzes an der Munscheid­straße beginnen. Neben den 180 000 Euro, die die Stadt für die Sanierung des Ascheplatz beisteuert, gehen die Verantwortlichen des Fördervereins Kunstrasen Rauendahl davon aus, dass sie rund 200 000 Euro selbst aufbringen müssen. „Ohne Dar­lehen“, wie der neue Vereins­vorsitzende Yalcin Dogan betont.

Der Weg zum Kunstrasen ist für den Fußball-Landesligisten holprig. Es gab Unstimmigkeiten mit dem VfL Winz-Baak, der ebenfalls auf der Anlage spielt; es gab Ärger mit Anwohnern, die sich über den Lärm auf der Anlage beschwerten. Doch inzwischen ist alles ausgeräumt: „Mit Fritz Gerhardt vom VfL verstehen wir uns wunderbar“, sagt Arif Turan vom Förderverein beim Gespräch in der WAZ-Re­daktion. Und nach den Beschwerden gab die Stadt ein Lärmschutz-Gutachten in Auftrag, das zu dem Schluss kommt: keine Auffälligkeiten rund um den Platz im Rauendahl (wir berichteten).

Viele Gespräche haben die Hedef-Verantwortlichen geführt. Mit Politikern, den Kirchen, dem Jugendtreff und der HWG. „Inzwischen stehen alle hinter dem Projekt“, freut sich Peter Gölzenleuchter vom Förderverein, der dem Verein als gelernter Bankkaufmann mit Rat und Tat zur Seite steht.

Auch mit der Grundschule Oberwinzerfeld wurde diskutiert. Ergebnis: „Die Schule möchte den Platz gerne für den Schulsport nutzen, hat auch schon ein entsprechendes Schreiben aufgesetzt“, berichtet Arif Turan. Hedefspor hofft, dass es deshalb – so wie bei den Anlagen im Wildhagen und an der Marxstraße – zusätzliche 25 000 Euro von der Stadt geben könnte.

Auf dem Papier stehen trotzdem rund 200 000 Euro, die selbst aufgebracht werden müssen. Deshalb wird es am 28. Februar ein Motivationsfest für Mitglieder in der Gesamtschule in Welper geben sowie am 1. Mai das Kermes-Fest auf dem Gelände der Ditib-Gemeinde. Wichtig ist ihnen aber auch die Paten-Aktion im Internet.

Unter der Adresse www.pate-kunstrasen-hedef.de können Interessierte Pate einer Parzelle werden und den Förderverein mit einer Spende unterstützen. „Ab zehn Euro ist alles möglich“, erklärt Yalcin Dogru, der sich um dieses Projekt kümmert. Zehn Prozent Fläche sind bereits vergeben. Auch Gespräche über das Namensrecht des Platzes hat es gegeben, zu einem Abschluss kam es indes nicht. „Weitere Interessenten sind willkommen“, sagen die vier Verantwortlichen unisono.