Hattinger werben und spenden für Kinderhospiz

Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Schüler wollen mit einem Musical die neue Einrichtung in den Blick rücken.

Hattingen..  Anette Metzler hat drei gesunde Kinder, das jüngste besucht noch die Weiltor-Grundschule. Als Psychoonkologin weiß die Hattingerin, wie belastet Familien mit Kindern sind, „die an einer lebensverkürzenden Erkrankung leiden“. Sie möchte sie unterstützen und engagiert sich deshalb für das neue Kinderhospiz Burgholz in Wuppertal, in dem Hattinger Kinder und Jugendliche aufgenommen werden.

Die katholische Grundschule engagiert sich ebenfalls. Mit einem Musical, das die Franziskusspatzen und die Minispatzen am Samstag, 20. Juni, um 11 und 15 Uhr im Schulzentrum Holthausen aufführen. Zugunsten des neuen Kinderhospizes. Schulleiter Bruno Lück hofft, dass viele Besucher kommen.

Im Unterricht sind Tod und Sterben Thema. Kinder wollen wissen, wenn Oma oder Opa gestorben sind: „Was kommt danach?“ Ein tödlich verunglückter Motorradfahrer war ehemaliger Schüler. Ein anderer starb wenige Jahre nach der Grundschule an den Spätfolgen von Masern. In Erinnerung geblieben ist Schulleiter Bruno Lück der Vater, der in der Schule sagte, er müsse seinem Kind gleich mitteilen, dass die Mutter gestorben sei. An die Nieren ging nicht nur ihm der Tod des alleinerziehenden Vaters von vier Kindern am Nikolaustag.

Das Bergische Kinderhospiz Burgholz hat Platz für zehn Kinder und Jugendliche und ihre Familien. Diplom-Pädagogin Anette Metzler wirbt als Botschafterin auch um Spenden. Die Begleitung eines schwerkranken Kindes sei zeitintensiv, „beansprucht Eltern und Geschwister oft über Jahre“. Im Hospiz wird die ganze Familie stabilisiert, Kosten für Eltern und Geschwister werden über Spenden finanziert.

In der Praxis für Strahlentherapie von Dr. Daniel Metzler werden Krebserkrankungen behandelt. Anette Metzler ist Ansprechpartnerin für Palliative Care, die Versorgung unheilbar schwerkranker und sterbender Menschen.