Hattinger Schulen nehmen Brückentage nicht einheitlich

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Was wir bereits wissen
Bei Dienstbesprechung versuchen sie sich abzustimmen. Es entscheidet aber die Schulkonferenz

Hattingen..  „Natürlich wäre eine einheitliche Regelung des Brückentages für Eltern einfacher“, sagt Claudia Bering, stellvertretende Leiterin des Gymnasiums Waldstraße. Und Jürgen Ernst, Leiter der Realschule Grünstraße, bestätigt, dass Eltern unzufrieden damit sind, wenn ein Kind zur Schule muss, das andere nicht.

Für Geschwisterkinder sei das problematisch, meint Gerd Buschhaus, Leiter des Gymnasiums im Schulzentrum. Er hält eine Abstimmung für sinnvoll. Doch hätten weiterführende Schulen mit Abitur und Zentralen Abschlussprüfungen andere Prioritäten als Grundschulen. Fakt ist: Schulen versuchen sich abzustimmen. Die Entscheidung über die Verteilung von drei bis vier Brückentagen im Jahr liegt aber bei der Schulkonferenz. Dort sind Lehrer, Eltern und Schüler vertreten.

Brückentage werden meist vor oder nach Feiertagen genommen. Sie schlagen eine Brücke zu verlängerten Wochenenden. Iris Michallek, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Jugend, Schule und Sport, erklärt, die Stadt frage einmal im Jahr im Rahmen einer Dienstleiterbesprechung Vorstellungen und Wünsche ab. Die Stadt selbst muss Bescheid wissen, um beispielsweise den Fahrdienst darauf abzustimmen. Wie die Tage verteilt werden, „darauf haben wir keinen Einfluss“.

Himmelfahrt, Rosenmontag oder jetzt am Donnerstag Fronleichnam sind nicht nur für Gesamtschulleiterin Elke Neumann eingespielte Stichtage, einen Brückentag anzuhängen. Nach Auskunft der Stadt machen das diese Woche alle Grundschulen. Daraus können Eltern aber nicht schließen, dass die anderen weiterführenden Schulen kommenden Freitag am Ball sind. Gymnasiasten der Waldstraße haben trotzdem frei, weil Lehrer sich ganztägig fortbilden. Frei können Lehrer und Schüler, so Claudia Bering, auch an einem Ausgleichstag haben – für den Tag der offenen Tür.