Hattinger Neubürger erkunden ihre neue Heimat

Foto: Fischer
Katholische Neubürger machten sich auf Einladung der Pfarrei St. Peter und Paul ein Bild von Hattinger Sehenswürdigkeiten und plauderten im Pfarrgarten.

Hattingen..  Jedes Jahr ziehen 500 katholische Christen nach Hattingen. Die Pfarrei St. Peter und Paul hatte den Neubürgern geschrieben und sie zum ersten Mal persönlich eingeladen. „Im alten Zollhaus mit einer Größe von 30 Quadratmetern haben zeitweise zehn Menschen gewohnt“, erfahren die Teilnehmer eines Rundgangs. Es ist warm am Samstagnachmittag, der strahlend blaue Himmel lockt Groß und Klein in die Innenstadt. Besser hätten es die Organisatoren nicht treffen können bei der ersten Begegnung katholischer Neubürger.

Dazu gehörte auch eine Führung durch die Altstadt mit Stadtführerin Brigitte Richter vom Stadtmarketing. Das Zollhaus war eine von vielen Sehenswürdigkeiten, deren Geschichten die Neu-Hattinger staunen ließen. „Das ist das erste Mal, dass wir diese Art von Veranstaltung durchführen“, erzählt die 21-jährige Elena Giannis, die als Ehrenamtliche in der Gemeinde tätig ist. Zweimal im Jahr, im April und September, soll die Begegnung stattfinden.

Als nächstes ging es für die Neu-Hattinger in die Altstadt, zum Krämersdorf und anschließend zum Alten Rathaus. „Das Rathaus kenne ich schon durch den Adventskalender, der jedes Jahr zwischen den Fenstern angebracht wird“, schildert Martina Quast. Sie ist aus Essen zugezogen und war auch schon vor ihrem Umzug einige Male in Hattingen. Weiter geht es in die ehemalige Kuhgasse, auf den Flachsmarkt und den Kirchplatz. Und immer wieder geht ein Raunen durch die Gruppe, wenn Brigitte Richter auf versteckte Sehenswürdigkeiten hinweist und interessante Anekdoten erzählt. „Die Häuser um den Kirchturm wurden auch Wachszinshäuser genannt. Das lag daran, dass man die Miete in Form von Kerzen an die Kirche bezahlte, mit denen diese dann erleuchtet wurde.“ Auch gebürtigen Hattingern entlocken die Schilderungen so manches „Aha“. Das jüngste Mitglied der überschaubaren Gruppe ist Elias. Seine Eltern sind zwar nicht frisch hierhin gezogen. Doch hat die Gemeinde den 13 Monate alten Elias eingeladen.

Nach etwa eineinhalbstündigem Stadtrundgang kamen die Katholiken im Pfarrgarten an der Kirche St. Peter und Paul in der Bahnhofsstraße zusammen, aßen Kuchen und tranken Kaffee. Fast nebenbei erfuhren sie in dem gemütlichen Rahmen nicht nur etwas zur Stadt, in der sie nun leben, sondern wurden von den Organisatoren weitreichend über die Pfarrei und die Angebote innerhalb der Gemeinde informiert. Giannis: „Ziel ist es neue Mitglieder aufmerksam zu machen, was die Gemeinde bieten kann und vielleicht den Wunsch zu wecken, aktiv das Gemeindeleben mitzugestalten.“