Hattinger Jugendtreffs schließen, FUM entfällt

Die Nacht mit Fußball und Musik für Jugendliche (FUM) fällt am Freitag dem Streik zum Opfer.
Die Nacht mit Fußball und Musik für Jugendliche (FUM) fällt am Freitag dem Streik zum Opfer.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Nacht mit Fußball und Musik am Freitag findet nicht statt. Dafür ruft Verdi zur Kundgebung am Rathausplatz mit Demo auf. Notgruppen gibt es in Kitas.

Hattingen..  Eltern, die die Betreuung ihrer Kinder nicht privat geregelt bekommen, lässt die Stadt nicht im Regen stehen. Einige Kitas schließen zwar, doch andere haben Notgruppen, wenn am morgigen Freitag Erzieherinnen streiken.

Gänzlich geschlossen haben dagegen die Jugendeinrichtungen der Stadt. Auch die FUM-Nacht am Freitag mit Fußball und Musik fällt aus. Am Rathausplatz findet morgens eine Kundgebung statt mit Demozug durch die Innenstadt.

Wie immer läuft der Betrieb im Familienzentrum Holthausen und in den Kindertageseinrichtungen Blankenstein und Poststraße. Sie hätten ohne Einschränkungen geöffnet, teilt Susanne Wegemann aus dem Presseamt der Stadt mit. Geschlossen blieben das Familienzentrum Südstadt und die Kindertageseinrichtungen An der Hunsebeck und Oberwinzerfeld. Notgruppen für Berufstätige gibt es in den Kindertageseinrichtungen Nordstraße, Schreys Gasse, Habichtstraße und Tippelstraße, so Susanne Wegemann. Die Eltern seien informiert worden.

Bei Streiks in der Vergangenheit, weiß die Pressesprecherin aus Erfahrung, hätten die meisten Mütter und Väter die Kinderbetreuung privat organisieren können. Urlaub muss niemand nehmen oder sich beim Arbeitgeber unbeliebt machen, weil Eltern ihren Job nicht antreten können. Dass Eltern arbeiten können, dafür sorgen die Notgruppen in den städtischen Kitas. Sie würden allerdings, so Wegemann, selten von Kindern aus anderen Einrichtungen genutzt.

Verdi ruft zum Warnstreik

„Die Beschäftigten erwarten zu Recht, dass ihre anspruchsvolle pädagogische Arbeit so bewertet und bezahlt wird, wie die Tätigkeiten von Fachkräften in anderen Branchen“, betont Ulrich Padberg von Verdi, Bezirk Südwestfalen. Beschäftigte des Sozial- und Erziehungsdienstes der Stadtverwaltungen Hattingen, Witten, Hagen, Gevelsberg, Schwelm Lüdenscheid und des Märkischen Kreises ruft die Gewerkschaft am 27. März zum ganztägigen Warnstreik auf.

Für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Stadtverwaltungen Hattingen, Witten, Schwelm und Gevelsberg findet am morgigen Freitag um 9 Uhr die Kundgebung am Hattinger Rathausplatz statt mit einem Demonstrationszug durch die Innenstadt bis zum Reschop-Carré.

Zum kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst gehören Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagogen, Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung, Kinderpflegerinnen und Heilpädagogen. Verdi bekräftigt Forderungen „nach einer nachhaltigen Aufwertung von Berufen im Sozial- und Erziehungsdienst“.