Hattingens Worte des Jahres

Die Überraschungsinstallation „Weiltor 2014“ von Holger Vockert und Thomas Weiser.
Die Überraschungsinstallation „Weiltor 2014“ von Holger Vockert und Thomas Weiser.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Redaktion suchte das Hattinger Wort des Jahres. Für die WAZ-Leser haben zwei Begriffe 2014 dabei besonders geprägt: Weiltor und Renaturierung

Hattingen..  Nennen Sie uns ihr Hattinger Wort des Jahres, hatte die WAZ Sie, liebe Leser, aufgefordert. Zwei Begriffe haben das Jahr 2014 in der Ruhrstadt für Sie besonders geprägt: Weiltor und Renaturierung.

Die Diskussion um das fünfte Stadttor begleitete Hattingen im Sommer. Der Entwurf des katalanischen Künstlers Agustí Roqué war auf Kritik gestoßen – zu teuer und an dieser Stelle nicht umsetzbar. Wie es anders geht, hatten im Juli die Künstler Holger Vockert und Thomas Weiser mit ihrer Überraschungs-Installation gezeigt. 4500 Meter Flechtschnur aus schwer entflammbarem Polypropylen hatten sie in Form eines Tores aufgehängt, wollten so die Diskussion in Gang bringen.

Die Bürger diskutierten, aber am Ergebnis änderte das nichts mehr. Inzwischen hat Roqué seinen Entwurf überarbeitet. Die verschlankte Version soll rund 85 000 Euro kosten – bezahlt von der Sparkassenstiftung. Geht es nach ihr, könnte das fünfte Stadttor schon im Frühjahr 2015 stehen.

Mehrheitlich sprachen sich die Leser für „Renaturierung“ als Wort des Jahres aus: die von der Bezirksregierung Düsseldorf geplante Umgestaltung des Ruhrbogens. Die will durch eine Reihe von Maßnahmen die Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union umsetzen, die Wasserqualität verbessern.

Zu den Plänen gehört auch, dass die charakteristischen Buhnen im Bogen zum Teil abgebaut werden, die Ruhr freier fließen kann. Während der Naturschutzbund die Pläne begrüße, hat sich gegen den Umbau der Ruhr ein Initiativkreis gegründet. Der hat beantragt, die Buhnen in dem Bereich unter Denkmalschutz zu stellen. Das Verfahren läuft.