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Hat was, Hattingen

29.05.2012 | 22:00 Uhr
Hat was, Hattingen
WAZ-Volontär Daniel Duhr in der Innenstadt von Hattingen. Foto: Uwe Möller WAZ FotoPool

Hattingen.  Volontär Daniel Duhr mit seinem ersten und zweiten Eindruck von der Altstadt.

Es ist warm, drückend warm. In der beinahe senkrecht stehenden Mittagsonne sind Schattenplätze rar und heiß begehrt. Ein leichter Wind verbreitet den Duft von gegrilltem Fisch und sorgt kurzfristig für Abkühlung, die sonst nur in den engen Gassen zu finden ist. Und unter anderem die sind es, die den Touristen bei ihrem Alcúdia-Besuch sofort positiv auffallen.

Eine Woche später: Es ist warm, drückend warm. In der beinahe senkrecht stehenden Mittagsonne sind Schattenplätze rar und heiß begehrt. Ein leichter Wind verbreitet den Duft von gegrilltem Fisch und sorgt kurzfristig für Abkühlung, die sonst nur in den engen Gassen zu finden ist. Und unter anderem die sind es, die dem Besucher in Hattingen sofort positiv auffallen.

Der Mallorca-Urlaub ist zwar seit ein paar Tagen vorbei. Doch ein Spaziergang durch die Altstadt Hattingens lässt das Gefühl mediterraner Leichtigkeit kurz wieder aufkommen. Dabei ist der erste Eindruck ein schlechter: Zwanzig Minuten dauert die Suche nach einem zentral gelegenen, kostenlosen Parkplatz. Vergebens. So beginnt der Rundgang im Parkhaus des Reschop Carrés.

Modegeschäfte, Dienstleister, Eiscafé, der große Saturn im Erdgeschoss – schnell zeigt sich: Schon der Besuch des Einkaufszentrums allein hätte die Anfahrt gelohnt. Und: Da direkt am Busbahnhof gelegen, wäre dies wohl auch problemlos mit Bus oder Bahn möglich gewesen.

Ein Stück stadtaufwärts liefert ein Modeladen das Stichwort: „Ambiente“, rechter Hand, das Geschäft. Ambiente allgemein, links: ein paar einladende Holzbänke in der Sonne. Alles ist sehr gepflegt, sauber, ordentlich. Geschäft reiht sich den Obermarkt hoch an Geschäft, kaum Leerstand, das Angebot ist riesig.

Das gilt besonders für die Gastronomie. Pizza und Pasta vom Italiener, Scharfes und Würziges vom Thailänder, Deftiges vom Metzger und Süßes vom Bäcker. Und dazu: der gebratene Fisch, nicht zu überriechen.

Gestört wird der harmonische, ordentliche, beinahe makellose Eindruck abseits der Einkaufstraße in den vielen kleinen Gassen. Hier ist die Perfektion dahin. Dächer: schief. Häuser: schief. Ganze Fluchten: schief. Aber genau diese verwinkelten, verschachtelten, schiefen Gassen mit den pittoresken Fachwerkhäusern versprühen den Charme, der in Erinnerung bleiben wird.

Und was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Torbogen? Der Kirchplatz. Hier wurden bis zum Jahr 1813 die Hattinger Bürger begraben. Steht zumindest auf der Infotafel. Mittlerweile ist der Platz im Gegenteil sehr belebt, gerade laufen die Aufbauten für den morgen beginnenden kulinarischen Altstadtmarkt.

Zurück am Reschop Carré fällt erstens auf: Hattingen muss den Vergleich mit Alcúdia nicht scheuen. Trotzdem fehlt zweitens – zumindest dieser Tage: die Nähe zum Meer zwecks schneller Abkühlung. Aber dafür, habe ich mir drittens sagen lassen, soll es an den Ruhrauen auch sehr angenehm sein.

Doch für einen Abstecher an den Fluss war keine Zeit mehr. Schließlich ist der Urlaub ja auch vorbei. Es bleiben: sechs Wochen als Volontär in Hattingen.

Daniel Duhr

Kommentare
30.05.2012
09:44
Hat was, Hattingen
von ErichMarre | #1

Die Mittagssonne kann in Mitteleuropa niemals fast senkrecht am Himmel stehen. Schon gar nicht im Fruehling. Sorry.
Die Hattinger Stadbibliothek hat bestimmt ein Buch ueber Astronomie.
Mal ausleihen?

1 Antwort
Hat was, Hattingen
von Sternenpaule | #1-1

Literarisch kann die Sonne einfach alles...

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2012-05-29 22:00
Hattingen