Handlungsspielraum für Eltern

Die Möglichkeit zu streiken, ist ein wichtiges Instrument, das auch Eltern den Erzieherinnen nicht aus der Hand nehmen wollen. Ihr eigener Handlungsspielraum wird angesichts der langen Streikdauer aber immer enger. Sie haben ihn jetzt erweitert. Den Gewerkschaften wird es nicht gefallen, wenn Eltern den Job der Erzieherinnen machen. Vielleicht wird es auch manchen Kindern nicht gefallen, von Mama oder Papa bespaßt zu werden. Auch die würden wahrscheinlich lieber in Ruhe arbeiten gehen, anstatt daneben noch zu organisieren und die Aufgabe anderer mit zu übernehmen.

Eine Lösung des Gesamtproblems ist es sicher nicht, die Erziehungsberechtigten einzuspannen. Es zeigt aber, was Eltern erreichen können, wenn sie aufmucken. Bisher wurden von der Stadt eher Versicherungsprobleme als Hinderungsgründe ins Feld geführt, um Streik-Kitas nicht für private Betreuung zu öffnen. Auch Geld für die Streikzeit will die Stadt zurückzahlen.


Hoffentlich machen sich die Eltern nicht so unentbehrlich, dass sie sich künftig nur noch auf sich selbst verlassen und die Kitabetreuung privat übernehmen.