Halbe Kraft voraus
19.02.2010 | 17:20 Uhr 2010-02-19T17:20:00+0100
Der Jugendhilfeausschuss ist gegen die Streichung von Tagesfahrten im Ferienspaß, aber einverstanden mit Reduzierung.
Hattinger Kinder sollen weiter mit dem Ferienspaß auf Tagesfahrt gehen können. Das Angebot soll nicht ganz von der Bildfläche verschwinden.
Es werden aber in diesem Jahr nicht mehr so viele Ausflüge angeboten wie in der Vergangenheit. Die Politik tritt damit zwar auf die Ferienspaßbremse, ist aber dagegen, den Programmpunkt zu streichen. Statt sechs sollen noch drei Fahrten stattfinden.
Pläne der Verwaltung gestoppt
Dafür sprach sich jetzt der Jugendhilfeausschuss aus und stoppte Pläne der Verwaltung. Bei der Sitzung im Rathaus folgte er dem SPD-Antrag und entschied einstimmig, Tagesfahrten weiter stattfinden zu lassen. War aber bereit, die Zahl zu halbieren. „Wir wollen, dass Tagesfahrten weiter stattfinden”, hatte Margret Melsa (SPD) formuliert.
Das Thema hatte das Gremium bereits im Januar beschäftigt. Eine Entscheidung war damals nicht gefragt. Der Ausschuss sollte den Wegfall zur Kenntnis nehmen. Was er nicht tat. Die ehrenamtlichen Begleiterinnen der Fahrten ebenfalls nicht. Wie berichtet, hatten sich Frauen, die seit Jahren mit Kindern auf Fahrt gehen, vehement gegen einen Wegfall des Angebotes ausgesprochen.
"Es gibt auch wunderbare Museen"
Die Stadt wollte die Fahrt aus Kostengründen streichen und weil es auch schwerer werde, Betreuer zu finden. Ulla Borgwardt (Grüne/FWI) fand Tagesfahrten ok. Sie fragt sich allerdings, ob es Ziele wie Movie World sein müssen. In ihrer aktiven Zeit hat sie sich als Lehrerin geweigert, Vergnügungsparks anzusteuern. „Es gibt wunderbare Museen.”
In der Sitzung erklärte sie, eine soziale Staffelung sei wahrscheinlich schwierig. Sie regte jedoch an, ob nicht Sponsorenkarten zum Verkauf angeboten werden könnten. Eltern mit mehr Geld, die nicht auf die günstigen Tarife angewiesen sind, könnten freiwillig Karten kaufen für weniger betuchte Menschen.
Über 40 Kinder nehmen an den Fahrten teil
Die Zahl der Tagesfahrten war schon im Vorjahr zurückgegangen. Statt acht gab es sechs. Ausgebucht waren Abstecher zum Maximilian Park, zu den Karl May Festspielen und Fort Fun mit jeweils 45 Teilnehmern. Jeweils ein mitfahrendes Kind weniger hatten die Ausflüge zum Ketteler Hof, nach Schloss Beck und in die Atta Höhle.
„Wenn Sie beschließen, Tagesfahrten stattfinden zu lassen, führen wir das aus”, erklärte Jugendamtsleiter Erich Fritz. Möglicherweise müsse dann aber bei den Wochenprojekten gekürzt werden.
21:27
#ruhrchatter
Vielen Dank für Ihre Worte. Sie haben es auf den Punkt gebracht. Ich teile Ihre Ansichten voll und finde es erbärmlich, wie diese Stadtverwaltung und dieser Rat mit den Willen der Bürger immer wieder in absolutistischer Form missachtet..
19:39
Es ist mir wohl bekannt, was und wen die Sparkasse mit Geldern unterstützt. Nicht jedem kann man es dabei recht machen. Eine Vielzahl der Bürger sehen diese Kunstwerke als wichtig an, nur eben nicht zu Zeiten leerer Kassen. Da gibt es doch wahrlich wichtigere Dinge als ein Stadttor das von vielen Bürgern abgelehnt wird. Übrigens, bin ich mir im klaren was die Ehrenamtlichen Mitarbeiter in vielen Sparten unserer Gesellschaft leisten. Ich selbst gehöre zu dieser Sorte. Im übrigen ging es hier um die Kinder.
14:35
Zu Ruhrchatter:
Ihre Kritik an der Sparkasse Hattingen ist völlig unberechtigt:
Ohne ein lokal agierendes dem Gemeinwohl verpflichtetes Unternehmen sähe unsere Stadt wohl anders aus. Dann hätte der Händler vor Ort oder der kleine Handwerksbetrieb keinen Kredit für Neugründungen, Erweiterungen oder sei es nur um die Löhne pünktlich auszuzahlen, bis der Auftrag abgeschlossen ist.
Natürlich engagiert sich die Sparkasse als Sponsor nicht nur bei den Stadttoren, sondern z. B. bei der bevorstehenden Jugendbuchwoche, beim JeKi (Jedem Kind ein Instrument) für die Grundschüler oder beim Ferienspaß. Ohne dieses Engagement sähe es bitter für Hattingen aus, denn Herr Ackermann wird mit Sicherheit mit seinem Milliardengewinn aus Spekulationen nicht
einen Euro für derartig sinnvolle Projekte in den Kommunen ausgeben.
Das die Sparkasse eine Kulturstiftung hat, ist bekannt und dass diese halt keine Streetworker oder Soziale Projekte fördert, ergibt sich alleine schon aus dem Namen und dem Zweck. Vielmehr geht es hierbei darum, die Aufenthalts- und Lebensqualität attraktiver für Bewohner und Besucher unseres liebenswerten Hattingens zu gestalten und zu erhöhen, damit wir uns alle wohler fühlen. Deswegen ist es mehr als fragwürdig, sondern eher Polemik, die Stadttore ständig gegen soziale Projekte und Förderung für Kinder gegenzurechnen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, auch wenn es so aussieht, dass alles aus deinem Haushalt kommt.
Und eines hat die Mehrheit und die Bürgermeisterin eindrucksvoll gezeigt: zu Lasten der Kleinen und Schwachen wird hier in Hattingen trotz aller Sparzwänge keine Politik gemacht. Stattdessen versucht man trotz desolaten Haushaltszustandes noch zu retten, was auf dem derzeitig hohen Niveau noch möglich ist. Angesichts dieser Herkules-Aufgabe, die eigentlich von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, sollten die Bürger/-innen diesen Prozess aktiv begleiten und von pauschalen Beschimpfungen von Rat und Verwaltung Abstand nehmen. Ich ahbe Hochachtung vor den ehrenamtlichen Ratsmitgleidern, die für eine geringe Aufwandsentschädigung derartig viel Einsatz für Ihre Mitbürger/-innen trotz Beschimpfungen und ständiger Kritik zeigen.
Denn wir sitzen alle in einem Boot und sollten uns jetzt entscheiden wohin die Reise geht.
09:51
Wie gut, dass hier die meisten Schreiber ihre Meinungen unabhängig von einer Parteizugehörigkeit veröffentlichen. Mir ist es egal, ob die Bürgermeisterin in die CDU eintritt oder Gratzel ein Grüner wird. Für mich ist wichtig, dass der Verwaltung aufgezeigt wird, wie wir über sie denken.
Ich bin auch der Meinung, dass daß ein Zebra in Hattingen überflüssig ist, obwohl man ja manchmal denken kann, dass unsere Stadtverwaltung einem Zirkus gleicht.
Kinder sind mir wichtiger als alle Denkmäler in Hattingen zusammen. denn sie sind die Zukunft unserer Stadt und nicht diese neuen Großmannsprojekte die wir uns nicht erlauben können. Übrigens, der großzügige Sponsor Sparkasse verschleudert nicht eigene Geder, sondern die Gelder unserer Bürger! Warum nennt sie sich wohl STADTsparkasse?
23:09
fcstwolf:
Wollen Sie mir etwa verbieten, hier Kritik an der Verschwendungssucht einer Stadt zu üben ?
Und soetwas will ein Sozial d m o k r a t sein!
22:08
@fcstwolf:
Machen sie endlich die Augen vor der Realität auf!
ein Marmorstein wird ein 30 Jahren nicht unsere Rente erwirtschaften, oder sie im Altenheim pflegen.
20:10
# 1,
schon wieder Sie !
18:57
Für ein völlig überflüssiges Tor ist Geld da; dagegen muß die Zahl der Tagesfahrten halbiert werden.
Unglaublich: Ein Zebra in Marmor gehauen ist dieser Stadt mehr wert, als pädagogisch wertvolle Maßnahmen für Kinder.
Und das alles zum Wohle der Hattinger Bürger ? Nein, die werden zudem noch abgezockt. Bei den Parkgebühren, beim Schwimmen, beim....