Händlern im Mühlenviertel fehlt der Motor

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Was wir bereits wissen
Die Initiative hat sich aufgelöst, als sich Barbara Stöcker als treibende Kraft zurückzog. Im St.-Georgs-Viertel geht die Arbeit dagegen weiter. Nicht nur beim Maifest ist man wieder dabei.

Hattingen..  Wenn in 2015 die nächsten großen Feste in der Innenstadt anstehen, haben auch die kleinen Viertel wieder Gelegenheit, sich zu präsentieren und einen zusätzlichen Anteil zu leisten. In den vergangenen Jahren haben sich im St.-Georgs-Viertel und im Mühlenviertel Geschäftsleute zusammengetan und Ideen verwirklicht, um ihr Viertel zu beleben. Im St.-Georgs-Viertel besteht nach wie vor eine Initiative, die darauf abzielt, auch in diesem Jahr den Platz am Steinhagen ins rechte Licht zu rücken. Allerdings gibt es noch keine genaue Planung. „Wir müssen uns erst zusammensetzen und das neue Jahr besprechen“, sagt Ute Heinrichs vom Weltladen El Camino. Es soll im Sommer aber auf jeden Fall wieder ein offenes Atelier mit einigen Künstlern geben, das bereits 2014 guten Anklang fand und Besucher ins Viertel lockte.

Ansonsten will sich das St.- Georgs-Viertel wieder bei Terminen des Stadtmarketing einklinken. Beim Maifest etwa. „Wir werden die Straße mit Kränzen dekorieren und einen Maibaum aufstellen“, kündigt Heinrichs an. Auch Kunsthandwerk soll es wieder geben. Dazu kooperiert das Viertel mit Peter Lihs von der Agentur Promotion. Er unterstützt die Händler gerne und räumt dem Steinhagenplatz einen hohen Attraktivitätsfaktor für Touristen ein. „Es ist sinnvoll, sich an etablierte Termine zu hängen, um die Veranstaltung noch strahlender zu machen“, sagt Lihs.

Die Initiative im Mühlenviertel hat sich dagegen aufgelöst. Barbara Stöcker war die treibende Kraft, die Treffen organisiert hat und auch selbst viele Ideen mitbrachte. Doch gegen Ende 2014 hat sie sich aus privaten Gründen zurückgezogen. Von den anderen Händlern kam kein Anstoß mehr, neue Veranstaltungen auf die Beine zu stellen. „Mir fehlen im Moment die Kapazitäten, auch wenn es traurig ist“, gibt Barbara Stöcker zu.

Das Team, das sich mal gegründet hat, gibt es nicht mehr. Ein Verein ist nie entstanden. Toni Petschulat ist mit ihrem Nähstudio in die Südstadt gezogen. „Sie war sehr engagiert und fehlt. Die Bakirs haben auch nicht mehr die Zeit“, so Stöcker. Vielleicht hätten die Mitglieder der Initiative doch noch Ideen für 2015. „Es wäre schön für die obere Heggerstraße“, findet Stöcker.

Georg Hartmann, Geschäftsführer von Hattingen Marketing, findet es schade, dass die Initiative im Mühlenviertel nicht mehr besteht. „Wo ein Motor ist, funktioniert es auch. Im St.-Georgs-Viertel gibt es mehrere. Vielleicht finden sich andere, die das Mühlenviertel erhalten“, hofft Hartmann. Als Unterstützung stehe das Stadtmarketing jedenfalls gerne bereit.