Große Herausforderungen

Vor dem offiziellen Wahltermin zum Dezernenten in Herne wird Frank Burbulla zu seinem Wechsel nichts sagen. Das geht in Ordnung. Ebenso verständlich ist indes, dass in seiner Heimatstadt Fragen gestellt werden. Warum geht er? Warum jetzt? Warum wird – auch wenn der neue Dienstort dreimal so viele Einwohner hat – ein Erster Beigeordneter in Hattingen sechster Dezernent in Herne, wo das Ressort aus Parteiproporz überhaupt erst geschaffen wird? Am Geld wird es kaum liegen. In Hattingen wird Burbullas Job nach BAT 3 vergütet (Grundentgelt: 6757 Euro). In Herne verdient er 7152 Euro (BAT 4).

Andererseits hat Frank Burbulla keinen Hehl daraus gemacht, dass ihn größere Verwaltungen durchaus reizen und er den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen will. Den sieht der 46-Jährige nun also gekommen. Warum er mögliche Chancen in der Landesverwaltung oder als Hattinger Bürgermeisterkandidat ausgeschlagen hat, wird vielleicht sein Geheimnis bleiben. Die Kompetenz dazu wird ihm selbst vom politischen Gegner bescheinigt.

Dass Burbulla gerade jetzt geht, ist für Hattingen ein Problem. Der neue Bürgermeister steht nun vor noch größeren Herausforderungen.