Gespannt auf den Wahlkampf

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WAZ-Leserbeirat tauschte sich über wichtige Themen in der Stadt aus. Stadtteilentwicklung liegt am Herzen. Ebenso das Reinigen verdreckter Schilder.

Hattingen..  Gespannt sind die Leserbeirats-Mitglieder auf die Bürgermeisterwahl in diesem Jahr. „Allerdings befürchte ich, dass die Wahlbeteiligung gering sein wird“, so Reinhard Birck. Er schätzt sie auf knapp über 30 Prozent. Dass der Wahlkampf aktuell noch nicht tobt, findet Werner Krüsmann gut: „Die Kandidaten sollten ihr Pulver noch nicht verschießen.“ Neugierig ist Helga Renschke, wie sich Lehmann und Glaser präsentieren. „Glaser hat ja auch sein Äußeres verändert. Ich bin sehr gespannt.“

Wahlkampfthemen gebe es genug: Krüsmann nennt die „Umschichtung der Schule. Mal sehen, wie das wird im Schulzentrum Holthausen. Die Aktion Beton pur gegen Natur erschließt sich mir nicht. Die Schule ist so gut wie die Leute, die darin arbeiten, und nicht wie das Gebäude und das Gelände drumherum.“

Auch darüber, dass Kämmerer Burbulla wohl geht, macht sich der Leserbeirat Gedanken: „Es wäre ja schon gut, wenn in der Stadtspitze ein Volljurist sitzen würde“, findet Anna-Maria Gerlach.

Als schwieriges Thema betrachtet die Runde die Flüchtlingspolitik: Die Kommune hätte nicht viel Einfluss. Spannendes Stadtthema ist für Albert Hille die Stadtteilentwicklung: „Die Gemeinde Welper war früher eine reiche Gegend.“ Wie Leerstände beseitigt, wie Stadtteile attraktiver werden können, das interessiert Helga Renschke. Die Hattinger Altstadt jedenfalls, so herrscht Einigkeit, habe ein gutes Image bei Auswärtigen.

Das fünfte Stadttor findet Horst Rolf keine Bereicherung: „Das Geld hätte man woanders reinstecken sollen, leider ist das Geld ja zweckgebunden.“ Eher pragmatisch sieht es Hille: „Wenn wir schon vier haben, können wir auch noch das Fünfte machen.“

Verdreckte Straßenschilder ärgern Birck. Und er hat eine Idee entwickelt, wie dagegen angegangen werden kann: „Die Stadt hat dafür nicht genug Personal. Die direkt gewählten Stadtverordneten könnten in ihrem Wahlkreis das Reinigen der Schilder mit Freiwilligen organisieren. Die Einteilung nach Wahlbezirken erscheint mir am einfachsten. Bei der Stadt gibt es sicherlich eine Liste mit den Straßenschildern.“

Müll und Dreck generell in der Stadt ärgern viele Leserbeiratsmitglieder. Günter Dauben führt in Sprockhövel den Radweg an, „zwischen den Supermärkten. Da haben Vereine aufgeräumt, die Stadt hat den Baumschnitt gemacht.“ Obwohl Gerlach sagt: „Es gibt Städte, da gibt es mehr superhässliche Ecken.“ Roland Kosik wohnt mit Blick aufs Ex-Coca-Cola-Gelände: „Wir haben da schon mit Nachbarn selbst Grün weggeschnitten. Es passiert nichts.“