Geocacher werden bei Beschwerden aktiv

Fürs Geocaching benötigt man entweder ein GPS-Gerät oder ein Smartphone.
Fürs Geocaching benötigt man entweder ein GPS-Gerät oder ein Smartphone.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Sogar die Sperrung von Flächen ist möglich. Gesetze müssen eingehalten werden. Für Verstöße gibt es eine Hotline. Geocacher sammeln Müll.

Hattingen..  Dass Geocacher sich im Wald teils nicht natur- und tierfreundlich verhalten – möglicherweise auch aus Unwissenheit heraus, berichteten wir. Ein Waldbesitzer warb nun um gegenseitiges Verständnis.

Geocacher, versichert Marcel Milinski vom Geocaching Verein Ruhrgebiet e.V., seien die „naturbewusstesten und saubersten Menschen im Wald“. Sie träfen sich regelmäßig, „um so genannte Citos zu veranstalten“. Bis zu 100 Geocacher würden dabei Wald vom Müll befreien. Klar sei „durch die Regeln des größten Geocaching-Betreibers Groundspeak festgelegt, welche Wege in Wäldern genutzt werden dürfen“.

Regeln sind nachzulesen

Nachzulesen sind die Regeln auch auf www.gc-reviewer.de/guidelines: „1. Alle örtlichen Gesetze und dokumentierten Regelungen zur Landnutzung müssen eingehalten werden. 2. Du holst Dir die Erlaubnis des Grundbesitzers und/oder des Verwalters, bevor Du einen Cache auf privatem oder öffentlichem Grund versteckst. (...) 5. Flora und Fauna werden bei der Ausübung von Geocaching nicht geschädigt.“

Auch Roland Dieterich, regionaler Ansprechpartner für Geocaching.com, sagt: „Einige aufgeführte Handlungen stellen Verbotstatbestände dar. Diese sind selbstverständlich auch für Geocacher verboten.“ Durch zunehmende Popularität seien die Konflikte mit Geocachern gestiegen. Bereits 2011 gab es in Dortmund ein Symposium „Geocaching und Natur“ mit Vereinen und Verbänden, darunter Waldbauernverband und Landesbetrieb Wald und Holz NRW. „Dieser Dialog wurde fortgesetzt“, so Dieterich.

Pro Monat keine zehn Beschwerden

Falls es Probleme gibt, hält er eine Lösung parat: In NRW sitzen vier der zehn deutschen „Geocachingvereine. In NRW wurde 2012 eine telefonische Beschwerdestelle geschaffen. Der Landesjagdverband NRW leitet Meldungen über Störungen unverzüglich an die Beschwerdestelle weiter. Die Meldungen werden von Administratoren bearbeitet und die betroffenen Verstecke sofort aus dem Spiel genommen und, wenn gewünscht, der Kontakt zum Verstecker hergestellt“, so Dieterich. Wenn auf bestimmten Flächen keine Geocaches gewünscht werden, können diese gar komplett gesperrt werden. Monatlich gingen aktuell weniger als zehn Meldungen ein. Zum Vergleich: In einem Umkreis von 8,6 Kilometer rund um die Henrichshütte sind etwa 1000 Caches versteckt. Wer eine Beschwerde hat, kann sich melden unter: 0221-99884-125