Gebrüder Alexius sollen Hattinger Kirmes organisieren

Foto: Fischer
Die Privatisierung hat für beide Seiten Vorteile: Schausteller und Stadt sparen Geld. Der Vertrag soll ab 2016 gelten.

Hattingen..  Die Gebrüder Alexius GmbH beschickt Kirmessen mit Musik-Auto-Scootern und hat ihren Sitz an der Straße „Aufsicht“ in Ennepetal. Das passt doppelt. Denn: Alexius soll neuen Schwung ins Hattinger Jahrmarkt-Leben bringen und die Organisation und Aufsicht für die vier Kirmessen im Jahreszyklus übernehmen. Der Haupt- und Finanzausschuss wird diese von der Verwaltung vorgeschlagene Veränderung am 2. Juni diskutieren.

Auslöser war die von der Stadt für das Jahr 2015 geplante Anhebung der Gebühren für Wochenmärkte und Volksfest um 50 Prozent. Eine finanzpolitische Kröte, die die Schausteller nicht schlucken wollten. Einen Tag vor der Etatverabschiedung erreichten sie eine Absenkung der Gebührenerhöhung auf 30 Prozent mit der Zusage, die Kirmessen künftig in Eigenregie durchzuführen. So soll es jetzt geschehen – zum Vorteil beider Seiten.

Der Vertrag sieht vor, dass Alexius die vier Traditionsjahrmärkte weiter durchführt und dafür 2500 Euro für die Flächennutzung sowie weitere Gebühren für Genehmigungen und Reinigung zahlt. Auf diese Weise verringern sich die Abgaben für die Schausteller deutlich. Und auch die Stadt spart. Sie verzichtet auf Einnahmen von 46 000 Euro, muss aber Aufwendungen von 55 000 Euro jährlich nicht mehr leisten. Stimmt der Rat am 18. Juni zu, tritt der Vertrag am 1. Januar 2016 in Kraft.