Ganz neu gestalten
16.02.2010 | 17:57 Uhr 2010-02-16T17:57:00+0100„Eines muss klar werden: Wir müssen da raus!” Eindringlich hatte Bürgermeisterin Dagmar Goch im Dezember 2009 nach zweistündiger Debatte im Haupt- und Finanzausschuss auf Handlungsbedarf beim Stadtarchiv hingewiesen.
Eindringlich, weil das Zwischenarchiv im Keller der Verwaltungsnebenstelle in Welper bereits seit April 2005 vor sich hin schimmelt und mittlerweile jeder zehnte Aktendeckel der rund 35 000 Vorgänge in einer 1,6 Kilometer langen Regalfront befallen ist. Mitarbeiter dürfen in die Räume nur noch mit Schutzkitteln und Mundschutzmasken hinein, Besucher gar nicht (wir berichteten).
Bürgerfreundlicher
Besucher- und Lesesal
Was der Stadtspitze vorschwebt, die Politik aber nicht durchwinken wollte: der Umzug des Zwischenarchivs inklusive Dekontaminationsabteilung ins ehemalige Thyssen-Hochhaus an der Hüttenstraße. Die Fraktionen haben Fragen. Und inzwischen eine zusätzliche Alternative.
Auf die Berichterstattung in der Hattinger Zeitung hin meldete sich Immobilienmakler Lothar G. Stalter im Rathaus. Sein Angebot: Das Stadtarchiv könne ohne größeren Aufwand in die Bunkerräume seines SatKom-Turms im Hüttenpark umziehen. Auch Büroräume seien im 7. Obergeschoss vorhanden.
Eine charmante Idee, die die Bauverwaltung dem Fachausschuss am 24. Februar vorstellen wird, obwohl wichtige Details noch zu klären sind. Charmant, weil das Stalter-Angebot preiswerter daherkommt als die Lösung in der Hüttenstraße. Und weil ein Doppelumzug für das gesamte Stadtarchiv möglich wäre.
Denn: Im Stadtarchiv im Keller des städtischen Gebäudes Im Welperfeld 23 ist nicht nur das von Schimmel befallene Zwischenarchiv der laufenden Verwaltung untergebracht, sondern in der ersten Etage auch das (unversehrte) historische Archiv Hattingens. Ein Verbleib jener stadtgeschichtlichen Sammlung in Welper würde bei der Auslagerung des Zwischenarchivs zu einem Zwei-Standort-Betrieb mit Büroräumen hier wie dort führen. Ein Nachteil, der mit einem Umzug in den SatKom-Turm vermieden werden könnte. Dort wäre auf verschiedenen Etagen die Unterbringung beider Archivteile möglich, ein bürgerfreundlicher Besucher- und Lesesaal in der SatKom-Kuppel inklusive, wie es in der Verwaltungsvorlage heißt. Die Stadt könnte in diesem Fall die Immobilie in Welper komplett freiziehen und deren Verwendung neu überlegen. Auch die Dekontamination der Schimmel-Akten wäre einfacher. Sie könnten zunächst in Welper gereinigt und dann sauber in den SatKom-Turm gebracht und eingelagert werden.
Bei allen strategischen Überlegungen dürfte auch der reine Mietpreis eine wichtige Rolle spielen. Im Thyssen-Hochhaus ist die Stadt für fünf Jahre mit Miet- und Nebenkosten in Höhe von 220 000 Euro dabei. Das Stalter-Angebot sei günstiger, heißt es in der Verwaltungsvorlage – und das „bereits ohne Nachverhandeln”.
07:06
Und wieder wird Steuergeld für Mietzahlungen verplempert.
Die Stadt hat doch eiwgene Immobilien. Warum werden diese nicht genutzt ?
Für ein Stadtarchiv dürften wohl einfachste Räume zur Unterbringung ausreichen. Wieder eine viertel Million e Miete ist bei dieser Haushaltslage nicht zu vertreten.
Aber so ist das, wenn man seine eigenen Gebäude nicht pflöegt. Dann wird`s am Ende nur noch teurer. Und die Bürger müssen blechen.
Grüße aus dem Hattinger Dilettantinger-Unrathaus.
07:35
Ändert die Archivierungsgesetze und schmeißt den Blödsinn weg. Es glaubt doch niemand ernsthaft, dass sich in Zukunft jemand für die Vorgänge von Kleinkleckersdorf interessieren wird.
23:39
Das ist wie in vielen anderen Dingen und Situationen bei der Verwaltung so.
Man wartet und wartet und wartet... und ganz plötzlich, so wie Weihnachten immer so svchnell da ist, stellt man fest, das Gebäude ist ja marode.
Da stellt man sich wieder mal die Frage: Was machen die Damen und Herren die dort in der Verwaltung Ihren Dienst tun?
Aber den Bürger treten wenns um die Sanierung der Abwasserrohre geht! Selber aber rum schludern!!