Für Aschekreuze wird Buchsbaum verbrannt

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Was wir bereits wissen
Kirchen verteilen das Symbol am Aschermittwoch als Erinnerung an die Vergänglichkeit.

Hattingen..  Hunderte Gläubige erwartet Pastor Mirco Quint am heutigen Aschermittwoch im Dom in Niederwenigern und den anderen Hattinger Kirchen. Traditionell erhalten sie das Aschekreuz. „Für viele ist das längst ins Brauchtum übergangen“, weiß Quint, weshalb die Gottesdienste auch regelmäßig gut besucht sind. Allein in der Gemeinde St. Mauritius werden vier Gottesdienste gefeiert. Wesentlicher Bestandteil ist jeweils die Asche, die den Gläubigen in Form eines Kreuzes auf die Stirn gezeichnet wird.

„Wir produzieren die Asche für alle Hattinger Kirchen selbst“, sagt Quint. Dafür werden die Buchsbaumzweige, die für die Palmweihe am Palmsonntag des Vorjahres genutzt wurden, getrocknet und dann verbrannt. „Wir schlagen so eine Brücke von Ostern zu Ostern“, erklärt der Pastor.

Zwar stelle er ein wenig Asche stets auch am Aschermittwoch selbst im Gottesdienst her. Für alle Gläubigen werde aber eine größere Menge gebraucht. „Etwa ein Honigglas voll“, schätzt Quint. Dafür müsste etwa die Menge einer Umzugskiste voll Buchsbaumzweige verbrannt werden. „Das ist ein größeres Feuer und wurde deshalb vorher schon vorbereitet.“

Der Aschermittwoch markiert dann den Anfang der Fastenzeit nach dem Karneval als „Fest des Fleisches“. „Gerade in Regionen, in den viel Karneval gefeiert wird, holen sich die Vereine dann auch das Aschekreuz ab“, weiß Quint. Das Symbol erinnert an die Vergänglichkeit des Menschseins. „Es ist eine Erinnerung, dass, egal wie gut es uns geht und wie fröhlich wir feiern, das Leben doch mit dem Tod endet und wir zu Asche werden“, fasst der Pastor der Mauritiusgemeinde zusammen. Begleitet werde die Zeichnung mit der Asche deshalb auch stets mit den Worten „Von der Erde bist du genommen, zur Erde kehrst du zurück.“

Der Aschermittwoch läutet so traditionell die Zeit der Besinnung ein. Die an diesem Tag beginnende Fastenzeit dauert bis Ostern.