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Big-Band-Workshop

Frischer Wind für die Musik

07.02.2010 | 14:46 Uhr
Frischer Wind für die Musik

Teilnehmer des Big-Band-Workshops im Schulzentrum Holthausen waren begeistert. Abschlusskonzert am Sonntag.

Einer bläst kräftig in die Trompete. Der zweite zupft am Kontrabass. Mit glänzenden Saxophonen sitzen Musiker vor ihren Notenständern und warten auf ihren Einsatz. Gemeinsam mit Klavier und Schlagzeug erklingt lässig Jazz, Blues oder Swing.

Am Wochenende war es im Schulzentrum Holthausen gar nicht leise. Die Musik ertönte aus vielen Klassenzimmern des Gymnasiums. Drei Tage lang probten sieben Big Bands für den großen Auftritt zum Abschluss des Workshops im Henrichs am Sonntag.

Etwa 140 Musiker machen mit. Die jüngsten Schüler sind 13, die ältesten Musiker um die 60 Jahre alt. Die sieben Big Bands bestehen schon seit vielen Jahren und proben sonst nur einmal in der Woche mit ihrem Musikleiter. Nun spielen sie drei Tage lang bis zu sieben Stunden am Tag in ihrer Gruppe. Das Wichtigste: Jede Big Band übt mit einem anderen, professionellen Leiter. Dieser lenkt die Musik mit seinen neuen Anweisungen und bringt Verbesserungsvor-schläge ein.

„Die Leiter sorgen für frischen Wind, das tut der Gruppe gut”, weiß Peter Brand (47) von der Musikschule, „sie motivieren die Musiker neu und sorgen für viel Spaß.”

Ein gutes Miteinander und positive Stimmung zahlen sich aus. „Es ist eine Super-Erfahrung, mit einem anderen Leiter zu arbeiten”, sagt Saxophonspieler Jörg Gorsek (48) vom Monday Night Orchester der Musikschule. Das liege an der Art und Weise des Vermittelns und des Lernens.

„Das gleiche Stück hört sich bei jedem Leiter etwas anders an”, sagt Jörg Gorsek. Das kann an der Geschwindigkeit oder an dem Anspielen der Töne liegen. „Sie legen unterschiedlichen Wert auf die Betonung”, bestätigt Stefan Heinz (19). Der Holthauser Schüler spielt in der Hattinger Band Jazzubis, wie auch Jacqueline Thiemann (16).

Neben den motivierenden neuen Erfahrungen soll natürlich auch die Freude nicht zu kurz kommen. „Es ist eine grandiose Veranstaltung”, schwärmt Kerstin Feix vom Monday Night Orchester. „Toll, dass auch erwachsene Musiker eine Möglichkeit bekommen, sich noch zu verbessern”, freut sich die 42-Jährige, „Hattingen bekommt dadaurch eine positive Imagewirkung.”

Denn sowohl viele Musiker als auch Leiter sind extra aus den großen Städten der Region angereist. Die Teilnehmer sind schließlich sehr zufrieden und loben den Hattinger Musikschulleiter Peter Brand, der den Workshop am Wochenende organisiert hat.

Lene Lemmer

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