Freispruch für 17-Jährigen nach Missbrauch-Vorwurf
12.10.2012 | 17:40 Uhr 2012-10-12T17:40:00+0200
Hattingen. Vorfall im Dezember 2010 im EvK. Aussagen des Opfers zu widersprüchlich.
Monatelang saß ein 17-jähriger Wittener offenbar unschuldig wegen angeblichen Missbrauchs einer Bekannten auf der Anklagebank. Am Donnerstag sprach ihn das Bochumer Landgericht frei. Die Aussagen des mutmaßlichen Opfers (17) waren zu widersprüchlich.
Die junge Frau hatte behauptet, im Dezember 2010 vom damals 15-Jährigen in eine Toilette des Evangelischen Krankenhauses gelockt und vergewaltigt worden zu sein. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe bestritten. Er habe seine Bekannte, die zu dem Zeitpunkt im Krankenhaus lag, nur besucht. Die Frau pochte auf ihre Version, verstrickte sich aber nach Informationen unserer Zeitung im nichtöffentlichen Prozess in Widersprüche. So habe sie nicht erklären können, wie sie in die Toilette gelockt worden war, so ein Prozessteilnehmer. Ein Glaubwürdigkeitsgutachten offenbarte erhebliche Zweifel an den Aussagen des mutmaßlichen Opfers, weshalb das Gericht den Angeklagten freisprach. Im schlimmsten Fall hätten mehrere Jahre Jugendstrafe gedroht.
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