Freibad eröffnet in frischem Glanz

Monika Tober
Monika Tober
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Die neue Badesaison beginnt am kommenden Freitag in Welper. Die WCs, Waschbecken und Duschen in der denkmalgeschützten Anlage wurden nach Besucher-Beschwerden erneuert.

Hattingen..  Im Freibad Welper arbeiten Monika Tober (50) und Roderich Löwenstein (50) an diesem Mai-Morgen auf Hochtouren. Bringen die Wegplatten per Hochdruckreiniger auf Hochglanz, zupfen aus den Grünanlagen das letzte Unkraut und sorgen dafür, dass das städtische Bad zum Saisonstart am Freitag tipptopp in Schuss ist. So wie die – endlich – sanierten Sanitäranlagen.

Rückblick: Dass sich die Sanitäreinrichtungen im Bad an der Marxstraße zuletzt nicht mehr im besten Zustand befunden hatten, das hatten im Vorjahr Besucher sogar öffentlich beklagt; kritisch äußerten sie sich damals vor allem über die Toiletten. Hinzu kam, dass von den vier Duschen nur noch eine einzige funktionierte, erklärt Bäderbetriebsleiter Marc Wilczynski. Eine Renovierung war also überfällig. Gesamtkosten für neue Warmwasser-Säulenduschen, Waschbecken, WCs: rund 29 000 Euro.

Allein 22 000 Euro entfielen auf die Sanierung der Toiletten-Anlage, für die die Stadtwerke als Badbetreiber das Geld locker machten. Die Instandsetzung erfolgte dabei unter strengen Auflagen: Schließlich steht das Bad aus den 1950er Jahren unter Denkmalschutz. Den Sanitärbereich abzureißen und ganz neu zu bauen, sagt Jürgen Wille, Geschäftsführer der Stadtwerke Hattingen, wäre wohl kostengünstiger gewesen.

Doch nun, wenige Tage vor der Saisoneröffnung, scheint auch er mit dem Ergebnis zufrieden zu sein, wie er die Sanitäranlagen da in neuem Glanz sieht. Mit frisch gestrichenen Innenwänden, grundgereinigten grau-weißen Fliesen. Mit neuen, maßangefertigten Toiletten-Trennwänden, noch unbenutzten WCs (wegen des Denkmalschutzes übrigens ohne Start-Stop-Spültasten). „Wir würden uns freuen“, sagt Wille, „wenn die Bürger die neuen Anlagen im Freibad Welper pfleglich behandeln würden.“

Unterdessen hat Roderich Löwenstein sich mit seiner mit Unkraut voll beladenen Schubkarre bis zu den Beeten am Delfin-Brunnen vorgearbeitet. Und Monika Tober ist mit dem Hochdruckreiniger von den Wegeplatten vor den WCs zur Rutsche weitergezogen. In Gummistiefeln steht sie mitten in der gelben Rinne und beseitigt auch hier den Dreck. Auf dass die Badbesucher es ab Freitag überall schön haben . . .

Und sie weiter viel zu tun. Wenn die ersten Gäste am Eröffnungstag ab acht Uhr eingelassen werden, um im 50-Meter-Becken ihre Bahnen zu ziehen, um vom Dreier ins bis dahin wieder auf 240 C erwärmte Nass zu springen oder sich im Planschbecken zu vergnügen, dann hält sie zwar keinen Hochdruckreiniger mehr in der Hand. Aber sie sitzt an der Kasse. Und die wird, so hoffen die Verantwortlichen, nach dem mit gerade einmal 29 000 Besuchern mauen Vorjahr in dieser Saison hoffentlich wieder kräftiger klingeln.