Frauen-Trio für Flüchtlingsarbeit

Birgit Reikowski, Ditmara Schussbier und Sabine Werner (v.li.).
Birgit Reikowski, Ditmara Schussbier und Sabine Werner (v.li.).
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler
Was wir bereits wissen
Sozialarbeiterin Ditmara Schussbier hat Verstärkung durch Sabine Werner und Birgit Reikowski. HAZ würde perspektivisch gern für Tagesstruktur sorgen.

Hattingen..  Das Haus an der Werksstraße, in dem die Stadt Flüchtlinge unterbringt, ist ganz in der Nähe. Es ist der Arbeitsplatz von Sozialarbeiterin Ditmara Schussbier. Bisher war sie nicht die einzige, die sich um Hattinger Neuankömmlinge kümmert, aber die einzige Sozialarbeiterin. Das ist jetzt anders. Sie ist nicht mehr die einzige im Dienst. Mit Sabine Werner und Birgit Reikowski bildet sie ein Frauen-Trio.

Im HAZ – Hattingen Arbeit und Zukunft – treffen sie sich, um gemeinsam mit anderen Frauen eine Organisationsstruktur aufzubauen. „Normalerweise mischen wir Männer und Frauen in Teams“, sagt Claudia Wiemann aus dem HAZ – um auch männliche Ansprechpartner zu haben. Bei der Flüchtlingshilfe „hat es sich so ergeben“.

Ditmara Schussbier freut sich, Unterstützung zu haben. Sabine Werner vom Fachbereich Soziales und Wohnen der Stadt arbeitet sich seit 1. Dezember in die Flüchtlingshilfe ein. Mit Tanja Meis und Jürgen Siepermann kümmert sie sich auf einer halben Stelle im Seniorenbüro der Stadt um die Belange älterer Menschen. Eine halbe Stelle hat sie in der Flüchtlingshilfe.

Wie Birgit Reikowski. Die Mitarbeiterin aus dem HAZ verstärkt das Team seit dem 1. Januar. Beim HAZ hat sie unter anderem „Perspektiven für längere Zeit Arbeitslose“ mit erarbeitet. Langfristig würde Claudia Wiemann gern auch Perspektiven für Flüchtlinge bieten. Sie fände es gut und wichtig, den Anerkannten, die hier bleiben, zu Jobs zu verhelfen. Etwas zu installieren, das vieles bündelt von Maßnahmen bis zu Sprachkursen, „den Menschen eine Tagesstruktur geben“.

Birgit Reikowski wird Ditmara Schussbier an der Werksstraße unterstützen und sich um Bewohner an der Bochumer Straße kümmern. Sabine Werner ist für die Bewohner der neuen Feuerwache da. Sprech- und Öffnungszeiten hat sie noch nicht festgelegt. Vorher will sie noch ein paar Erfahrungen sammeln. Es mache schließlich keinen Sinn, morgens „von 8 bis 10 Uhr da zu sein, wenn die Bewohner vielleicht noch schlafen“. An diesem Donnerstag stehen erste Besichtigungen an.

Wintergrillen mit Ehrenamtlichen

Bereits gestern hat die Stadt an der alten Feuerwache ein Wintergrillen veranstaltet mit den freiwilligen Helfern, die Sachspenden für Flüchtlinge gesammelt, sortiert und verteilt haben. „Die stehen in den Startlöchern und wollen mehr tun“, weiß Erika Beverungen-Gojdka, Fachbereichsleiterin Soziales und Wohnen der Stadt. Ihr Einsatz wird von Andreas Gehrke in der Freiwilligenagentur koordiniert. „Zuerst einmal müssen wir Strukturen für die Arbeit schaffen“, ist sie sich mit Claudia Wiemann vom HAZ einig. Die Tatsache, dass der Einsatz der zwei zusätzlichen Kräfte zeitlich befristet ist, nimmt sie gelassen und sieht die Verstärkung „als positives Zeichen“.