Film-Montag der VHS Hattingen kommt mit Doppelpack

Das Programm-Kino wurde früher im Central-Kino an der Bahnhofstraße gezeigt. Jetzt läuft es im Stadtmuseum.
Das Programm-Kino wurde früher im Central-Kino an der Bahnhofstraße gezeigt. Jetzt läuft es im Stadtmuseum.
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VHS bietet neuerdings zusätzlich zum 15-Uhr-Seniorenkino im Stadtmuseum jeden dritten Montag eine Abendvorstellung um 19 Uhr an.

Hattingen..  Wer gern regelmäßig ins Kino geht, muss sich aus Hattingen herausbewegen. Denn in der Stadt gibt es seit Jahren kein Kino mehr, seit mit dem Aus fürs Central-Lichtspielhaus an der Bahnhofstraße auch das Ende des Programmkinos des Kulturbüros eingeläutet worden war. Es gibt aber Ansätze, den monatlichen VHS-Filmnachmittag (15 Uhr), der zunächst bis zum Sommer stattfindet, um eine Abendvorstellung um 19 Uhr zu ergänzen.

Der dritte Montag im Monat hat sich eingebürgert als Termin mit der VHS. Einmal im Monat wird im Stadtmuseum Blankenstein seit dem Frühjahr 2013 nicht nur nachmittags ein Generationen-Film gezeigt, sondern neuerdings auch abends. „In der Vergangenheit war das VHS-Kino in unserem alten Central, das leider geschlossen wurde, gut besucht“, schreibt Christa Heinbruch. „Man traf jeweils dienstags oft dieselben Leute, begeisterte Cineasten. Wie schön wäre es doch, wenn sich diese Szene nun in Blankenstein etablieren würde“, wünscht sich Christa Heinbruch und dankt Uwe Hackmann, „der selbst dafür sorgt, dass der Film auch abends laufen kann, und der VHS für ihr Entgegenkommen und ihre unmittelbare Reaktion auf die Anregung aus der Bevölkerung.“ Die ersten Schritte seien getan, so Christa Heinbruch.

Ersetzen könne das Angebot das frühere Kommunale Kino nicht, sagt VHS-Leiterin Petra Kamburg. Die Nachmittagsvorstellung richte sich an Menschen, die um 15 Uhr Zeit haben. Gezeigt werden Filme, die für mehrere Generationen interessant sind. Der Montagnachmittag werde „sehr gut angenommen“ mit 30 bis 80 Besucherinnen und Besuchern. Es sind auch schon 95 oder 100 gewesen.

Nach der Vorstellung werde über den Film diskutiert. Zweieinviertel Stunden sind insgesamt im Veranstaltungsraum des Stadtmuseums am Marktplatz reserviert.

„Ich mache Werbung“, sagt die Volkshochschulleiterin, doch die für die Besucher kostenlose Veranstaltung, die auch von Tanja Meis aus dem Seniorenbüro der Stadt unterstützt wird, habe sich auch so inzwischen herumgesprochen, so Petra Kamburg. Filmliebhaber bringen Bekannte mit.

Außerdem hätten sich Berufstätige, die um 15 Uhr noch arbeiten müssen, einen Abendtermin gewünscht. Dem Wunsch wird jetzt nachgekommen. Dass das möglich ist, dazu trägt auch der Förderverein bei.

Im Februar lief „Monsieur Claude und seine Töchter“, im März waren „Wir sind die Neuen“ angesagt. Den Film sucht Petra Kamburg aus. Sie ist bei der Auswahl offen für Anregungen und Wünsche. Das Kommunale Kino endete nach 24 Jahren – 2010.