Feuerwehr Hattingen kann jetzt schlechtes Wetter machen

Foto: Feuerwehr
Was wir bereits wissen
Druckbehälter kann Einsatzbedingungen simulieren. Geschenk der Bilfinger Piping Technologies.

Hattingen..  Das Ding sieht aus wie ein Gas- oder etwa Heizöltank. Die Freude der Feuerwehr darüber, dass sie dieses unförmige Gebilde geschenkt bekommen hat, wird verständlich, wenn man weiß, dass dieser Druckbehälter – so die technische Bezeichnung – speziell für Hattinger Bedürfnisse umgebaut wurde. Er soll als Übungsanlage dienen, die „allen Einsatzkräften völlig neue Perspek­tiven in der Aus-, Fort- und Weiterbildung eröffnet, die nur wenigen Feuerwehren in Deutschland in vergleichbarer Weise zur Verfügung stehen“, so die Feuerwehr.

Der ausgemusterte Druckbehälter wurde auf Grundlage einer von der Feuerwehr gelieferten Schnittzeichnung für den Einsatz als Übungsbehälter umgebaut. Der Clou an der Sache sei, dass die Herstellung des Übungsbehälters für die Hattinger Wehr in der Dortmunder Lehrwerkstatt der Bilfinger Piping Technologies GmbH erfolgte und die Feuerwehr die Anlage geschenkt bekam.

Um die Einsatzbedingungen möglichst lebensecht zu simulieren, installierten die Auszubildenden sogar ein Regelungssystem zu Erzeugung einer Wasserglocke, mit der Sichtbehinderungen, schlechte Wetterlagen oder Kontaminationen der Rettungstrupps mit Gefahrstoffen simuliert werden können. Da der Druckbehälter auch begehbar gemacht wurde, sind auch Menschenrettungen aus Kanälen, Schächten oder Tanks in der Praxis zu üben und die besonderen Herausforderungen an die Rettungskräfte zu simulieren.

Feuerwehr-Chef Tómas Stanke: „Dank der Spende können wir mit verhältnismäßig niedrigem Vorbereitungsaufwand anspruchsvolle Übungsszenarien darstellen, und so die Qualität erheblich steigern.“