Fehlende Praxis: "Das wäre fatal"
21.02.2008 | 18:30 Uhr 2008-02-21T18:30:28+0100Nach einer Sitzung des Jugendhilfeausschusses zum Thema KiBiz blieben Fragen offen. Beschlüsse werden am 12. März erwartet
Kindertagesstätten als Bildungseinrichtungen, pauschalierte Zuschüsse und festgelegte Gruppengrößen: Das Kinderbildungsgesetz (KiBiz), das zum 1. Januar dieses Jahres in Kraft trat, bringt weitreichende Änderungen mit sich.
Um die Auswirkungen für Hattingen abschätzen zu können, lud der Jugendhilfeausschuss am Mittwoch Hilde Bastian vom Landesjugendamt Westfalen-Lippe in seine Sitzung, die die neuen Regelungen anhand von Musterrechnungen und Beispielen ausführlich erklärte.
Anschließend war Zeit für kritische Diskussionen. So wurde die Sorge geäußert, die Zahl der beantragten Plätze könnte auf Grund von Nachzüglern am Ende nicht ausreichen.
Fraglich bleibt auch die langfristige Sicherstellung der praxisnahen Ausbildung. Diese kann, muss aber nicht von den vorhandenen Geldern finanziert werden. Dadurch ist insbesondere das Anerkennungsjahr der Erzieherinnen gefährdet. So sollen einige Schulen bereits überlegen, die Ausbildung umzustellen. "Das wäre fatal", befürchtet Ausschussvorsitzende Sabine Radtke, "denn dann fehlt die Praxiserfahrung."
In einer gemeinsamen Sitzung von Jugendhilfe- und Schulausschuss geht es am 12. März um die konkreten Auswirkungen für Hattingen. Dann sollen ein Überblick über die Umsetzung des KiBiz in Hattingen gegeben und die Elternbeitragstabelle beschlossen werden. rf
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