Extra-Förderung an Schulen

Halbjahres-Zeugnisse erhalten Schüler am heutigen Freitag.
Halbjahres-Zeugnisse erhalten Schüler am heutigen Freitag.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Am heutigen Freitag gibt’s Halbjahres-Zeugnisse. Förderunterricht hilft, Leistung zu verbessern. Die Palette reicht von Mathe bis Sport und Deutsch als Zweitsprache.

Hattingen..  Eine Überraschung bergen die am heutigen Freitag verteilten Halbjahres-Zeugnisse für Schüler wie Eltern nicht. „Wir stehen ja in ständigem Gespräch, in der Grundschule besonders“, so Andrea Pepping, Leiterin der Grundschule Bredenscheid. Damit die Schüler sich stetig verbessern, bieten viele Grundschulen neben dem in der Ausbildungsordnung vorgesehenen Förderunterricht weitere Förderung an. Denn: „Gerade in der Schuleingangsphase merken wir doch, dass noch mehr als vor Jahren Förderung in den Bereichen Wahrnehmung, Koordination, Feinmotorik, Pränumerik, Stiftführung erforderlich ist“, so Anne Buschmann, Leiterin der Grundschule Bruchfeld.

Allerdings, betont Andrea Müller-Feld, Leiterin der Grundschule Alt-Blankenstein, werden nicht nur die schwachen Schüler gefördert, sondern auch die starken gefordert. Und: „Bei uns gibt es zusätzlich Förderung für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche.“ Sie bemerkt, dass für viele Eltern mit der Einschulung feststehe, dass ihr Kind später aufs Gymnasium solle. Einigen Kindern würde man im ersten Halbjahr des vierten Schuljahres den – nicht von der Schule ausgeübten – Druck anmerken. Von teils zunehmendem Druck berichtet auch Susanne Bergmann, Grundschulleiterin in Holthausen.

Sportförderunterricht wird an ihrer Schule, weil genug Personal da ist, erteilt – anders als in Alt-Blankenstein, wo das zum Bedauern der Schulleitung nicht der Fall ist. „Außerdem gibt es bei uns Lesetraining“, so Müller-Feld. Sportförderunterricht, den es auch an der Grundschule Winz-Niederwenigern aus Personalmangel nicht gibt, erteilt aber ebenfalls die Erik-Nölting-Grundschule. Hier werden als Extra Lese-Rechtschreib-Schwache unterstützt. „In allen Jahrgangsstufen gibt es außerdem Förderstunden in Deutsch als Zweitsprache“, so Schulleiterin Annette Quent-Langer. In den Klassen 3 und 4 steht pro Woche eine Stunde PC-Unterricht, je mit halber Klassenstärke, auf dem Plan. Froh ist sie über die Unterstützung durch zwei Sonderpädagoginnen. Die braucht sie, denn es gibt zwar aktuell nur zwei ausgewiesene Inklusionskinder, aber im ersten Schuljahr sind „bestimmt vier bis fünf dabei“. Erstmals gibt’s in diesem Schuljahr eine gemeinsame Schuleingangsphase. An Förderunterricht mangelt es ihr nicht, aber: „Es gibt zu wenig gezielte, länger laufende Fortbildungen für Lehrer. Und: Die Lehrerausbildung muss umgestaltet werden.“