Esel Jerobeam erklärt Ostern

Foto: Fischer / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
  • Mehr als 40 Mädchen und Jungen bei Kinderkarwoche
  • Sie gestalten Karten Eierbecher, Mandalas
  • Symbolik von Hasen, Küken, Lämmern ist ebenfalls Thema

Hattingen..  Im Pastor-Schoppmeier-Haus wird an diesem Montagvormittag eifrig gebastelt. Gut 40 Kinder gestalten Karten und Miniblumentöpfe, Mandalas und Eierbecher fürs nahende Osterfest. Küken, Lämmer, Hasen wählen die Fünf- bis Elfjährigen dabei zumeist als Ostermotive, deren Symbolik ihnen während dieser Kinderkarwoche der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul nahegebracht wird.

Die hat am Morgen traditionell mit einem Gebet in der Kirche direkt nebenan begonnen. Susanne Schade, Gemeindereferentin in Peter und Paul, hat die Mädchen und Jungen ebendort eingestimmt auf die Kinderkarwoche, die anders als die echte Karwoche nur drei Tage dauert. Was Jesus während jener Karwoche passierte und warum wir Ostern feiern, das erzählt den Kindern zudem Esel Jerobeam – ein riesiges Tier aus Plüsch, dessen Ur-Ur-und noch-einige-Urs-mehr-Großvater zu Zeiten Jesu gelebt habe, wie Jerobeam-Stimmgeberin Christiane Kater erklärt.

Die Kinderkarwoche von St. Peter und Paul, sagt Susanne Schade, gebe es bereits seit über 30 Jahren. „Ganz viel Osterdeko“ basteln die Mädchen und Jungen – darunter auch einige Flüchtlingskinder – während dieser beliebten Veranstaltungsreihe. Für Mama, Papa, Freunde, Verwandte, ihren Lehrer. Sie gestalten ihre eigenen Osterkerzen. Und sie spielen – täglich.

Vermitteln, sagt Susanne Schade, wollen sie und ihre Kollegen den Mädchen und Jungen darüber hinaus aber auch, „was in der Karwoche alles passiert ist und warum wir Ostern feiern“. Ein Anliegen, das zunehmend bedeutender werde in einer Zeit, in der viele Menschen nicht mehr so viel Glaubenswissen hätten und auch in den Familien seltener über christliche Grundlagen gesprochen werde, sagt sie. „Wir wollen, dass die Kinder lernen, dass Ostern nicht nur ein Hasen- und Hühnerfest ist. Und dass wir heute Weihnachten kaum feiern würden, wenn es Ostern nicht gegeben hätte.“

Johannes (9) etwa weiß dies allerdings längst – dass an Ostern „die Auferstehung von Jesus“ gefeiert wird. Und auch manche andere Teilnehmer an dieser Kinderkarwoche haben von der christlichen Bedeutung des Osterfestes schon einmal etwas gehört. Was es allerdings mit der Hasen-, Küken- und Lämmersymbolik an Ostern auf sich hat? Nun, sagt Susanne Schade: Hasen, die ja viel Nachwuchs bekommen, gelten als Zeichen des Lebens, ebenso Küken. Und das Lamm sei ein Symbol für Jesus.

Apropos: Im 17-Uhr-Familiengottesdienst am Gründonnerstag in St. Peter und Paul werden (gebackene) Osterlämmer an die anwesenden Kinder verteilt und der Zusammenhang zu Ostern noch einmal erklärt.