Erste Auszeichnung für das Holschentor

Hausherr: Andreas Gehrke von der Freiwilligenagentur wird im Bürgerzentrum einziehen und die Arbeit koordinieren.
Hausherr: Andreas Gehrke von der Freiwilligenagentur wird im Bürgerzentrum einziehen und die Arbeit koordinieren.
Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Das Zentrum für bürgerschaftliches Engagement erfreut sich positiver Resonanz und ist vom Land zum „Ort des Fortschritts“ auserkoren worden

Hattingen..  Bereits vier Monate vor seiner Fertigstellung kann sich das Zentrum für bürgerschaftliches Engagement mit der ersten Auszeichnung rühmen. Das neu gestaltete Holschentor darf sich ab sofort „Ort des Fortschritts“ nennen und ist eines von insgesamt 31 vom NRW-Wissenschaftsministerium ausgezeichneten Projekte.

„Diese Auszeichnung ist eine Anerkennung für ein gut durchdachtes Konzept“, bewertet Bürgermeisterin Dagmar Goch die Entscheidung. „Eine große Auszeichnung“, kommentiert auch Andreas Gehrke, Leiter der Freiwilligenagentur, „das entstehende Zentrum hebt die Möglichkeiten an ehrenamtlichem Engagement auf eine andere Ebene“.

So sei auch die bisherige Resonanz der örtlichen Vereine und Organisationen äußerst positiv und lasse eine gewisse Aufbruchsstimmung erkennen, zeigt sich der Freiwilligen-Förderer voller Optimismus. Bereits zum jetzigen Zeitpunkt haben 25 Vereine ihr Interesse an Räumlichkeiten bekundet. Die sieben Büroräume im Dachgeschoss seien bereits jetzt im Büro-Sharing-Verfahren vergeben. So teilen sich beispielsweise Integrationsbüro und Nabu ein gemeinsames Büro. Die Gruppen- und Versammlungsräume im Parterre- und Obergeschoss sind noch zu vergeben, wobei weitere interessierte Vereine jederzeit Berücksichtigung finden könnten, lädt Gehrke ein. „Die Gemeinsamkeit ist der zentraler Gedanke der Nutzung und soll das Miteinander in den Vordergrund rücken“, erklärt Gehrke und ergänzt, dass auch die Vereinsräume gemeinschaftlich genutzt werden und Vereine zusammenführen sollen. „Keiner soll sich abschotten“, stellt der Ehrenamts-Förderer klar. Schon jetzt gebe es eine ganze Reihe an zukunftsfähigen Ideen wie für die Nutzung des Bürgercafés. So wollen Pro Rad und die Zukunftsschmiede hier ein Reparatur-Café ins Leben rufen. Ferner sollen ein Nutzerrat für die Schlichtung von Streitfällen sowie ein Förderverein gegründet werden. Dem Ehrenamtsprojekt skeptisch gegenüber steht nach wie vor der Seniorentreff Kick, der trotz intensiver Werbungsversuche weiterhin seine stadtkernnahen Räumlichkeiten bevorzugt.

Auch am Ziel, die barrierefreie Umgestaltung im Herbst fertigzustellen, könne man nach wie vor festhalten. „Es wird mit Hochdruck gearbeitet, auch wenn es das eine oder andere Problem gibt“, weiß Gehrke und erörtert, dass man bei einem Wanddurchbruch auf morsches Gebälk gestoßen sei.

„Ich bin dennoch optimistisch, dass wir Ende September oder Anfang Oktober fertig sein werden“, spekuliert der Stadtvertreter und verweist auf große handwerkliche Unterstützung durch die Vereine.