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Erinnerungen an einen schrecklichen Tag

23.01.2015 | 20:00 Uhr
Erinnerungen an einen schrecklichen Tag
Foto: Stelter

Hattingen.   Thomas Schlipp erkennt sein Unfallbild von der Fina-Tankstelle in der WAZ wieder. Ein Tag, an den er sich genau erinnert.

„Den Abend werde ich nie vergessen“, sagt Thomas Schlipp. Vor 30 Jahren wurde er in einem roten Käfer angefahren. Das Foto des umgekippten Wagens entdecke Schlipp jetzt in der WAZ. Wir hatten dazu aufgerufen, Fotos vergangener Jahre zu schicken. Heute zeigen wir die Bilder des alten Hattingen, die unsere Leser geschickt haben. Dazu erzählt Thomas Schlipp die Geschichte seines spektakulären Unfalls an einem ganz besonderen Tag.

Das Bild entstand 1985, nicht 1982, wie der Fotograf sich erinnert hatte. An jenen 29. Mai 1985 kann sich Thomas Schlipp deshalb so genau erinnern, weil am selben Abend bei der Massenpanik im Heysel-Stadion in der belgischen Hauptstadt Brüssel 39 Menschen ums Leben kamen.

Thomas Schlipp war damals 19 Jahre alt. Er und seine Partnerin waren auf dem Weg zu einer Freundin – zum Abendessen und um sich das Fußballspiel im Fernsehen anzusehen.

An der Kreuzung Nordstraße / Feldstraße, wo damals noch die Fina-Tankstelle stand, fuhr ein silberner Polo nach links ab „ohne den Blinker zu setzen“, so Schlipp. Dabei rammte der Volkswagen den Käfer an der Beifahrerseite so stark, dass der auf die Seite kippte. Mit Prellungen kamen beide Insassen ins Evangelische Krankenhaus. Die Freundin hatte es schlimmer erwischt, sie verlor zwei Schneidezähne.

Nach etwa einer Stunde konnten sie das Krankenhaus verlassen, erinnert sich Schlipp. Vom Schock konnten sie sich beim Fußball aber nicht erholen. Im Brüsseler Heysel-Stadion kam es noch vor dem Anpfiff der Begegnung Juventus Turin gegen FC Liverpool zu einer Massenpanik. Es war das Finale im Europapokal der Landesmeister, das heute Champions League heißt. Bei der Panik kamen 39 Menschen ums Leben und 454 weitere wurden verletzt. Die Schiedsrichter entschieden, das Spiel trotzdem anzupfeifen – aus Sicherheitsgründen, wie es damals hieß. Daraufhin hat der Europäische Fußballverband die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

„Insgesamt war es ein schrecklicher Tag“, sagt Thomas Schlipp.

Senden Sie ihre Erinnerungen

Und jetzt sind Sie, liebe Leserinnen und Leser, noch einmal gefragt. Stöbern Sie in ihren Fotoarchiven und zeigen Sie uns, wie Hattingen in den 1970er bis 1990er Jahren aussah. Welche Stellen gibt es so heute nicht mehr? Welche Erinnerungen verbinden Sie mit besonderen Ereignissen. Zeigen Sie es uns. Ihr Bilder senden Sie bitte mit einer kurzen Erklärung per E-Mail an redaktion.hattingen@waz.de oder per Post an die WAZ-Redaktion, Große Weilstraße 19, in 45525 Hattingen. Originale erhalten Sie natürlich zurück.

Navid Moshgbar

Kommentare
24.01.2015
01:16
Erinnerungen an einen schrecklichen Tag
von vierzehnhundertvierundvierzig | #1

Verzeihung, ich verstehe diesen Beitrag grad nicht ganz.

In meinem Facebookforum sind haben sich sowohl Herr Schlipp als auch der Besitzer des...
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1 Antwort
Erinnerungen an einen schrecklichen Tag
von danhattingen | #1-1

Golf, Polo, Phaeton, Auto halt.
Qualitätsjournalismus halt.
Wann kostete ein Liter Super eine Mark fünzig? Könnte man bestimmt recherchieren.

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Erinnerungen an einen schrecklichen Tag
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http://www.derwesten.de/staedte/hattingen/erinnerungen-an-einen-schrecklichen-tag-id10267858.html
2015-01-23 20:00
Hattingen