Erich Frank ist im Alter von 86 Jahren gestorben

Erich Frank beim WAZ-Besuch 2012. Er starb am 31. Mai 2015.Foto: Olaf Ziegler
Erich Frank beim WAZ-Besuch 2012. Er starb am 31. Mai 2015.Foto: Olaf Ziegler
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler
Was wir bereits wissen
Für die SPD arbeitete er 29 Jahre im Stadtrat, 15 davon als Stellvertretender Bürgermeister

Hattingen..  Erich Frank ist tot. Der ehemalige SPD-Stadtverordnete und Stellvertretende Bürgermeister starb am 31. Mai im Alter von 86 Jahren.

Als die WAZ Erich Frank im Februar 2012 ein letztes Mal besuchte, war er von Krankheit bereits schwer gezeichnet. Mehrere Schlaganfälle hatte er hinter sich und zudem mit Parkinson zu kämpfen. Seine Frau Inge pflegte ihn. „Wir lachen noch viel zusammen, je nach Erichs Tagesform“, sagte sie damals.

1952 war Erich Frank nach Hattingen gekommen. Beim Trecker-Hersteller Normag fand der gebürtige Schwabe Arbeit. Zehn Jahre später fing er als Elektriker auf der Henrichshütte an. In die Politik ging Erich Frank, als Franz-Josef Strauß die Bundeswehr mit Atomwaffen ausrüsten wollte. In den 70er Jahren übernahm er politische Verantwortung. 29 Jahre war er als SPD-Ratsherr aktiv, 20 Jahre als Ortsvereinsvorsitzender der SPD Mitte. 1999 zog er sich zurück.

Der Name Erich Frank bleibt vor allem mit dem Hüttenkampf verbunden. Dass Walter Scheel mit seiner Stimme im Aufsichtsrat den Ausschlag für den Abbau von 2900 Arbeitsplätzen gegeben hat, bewertete Frank als eines seiner schlimmsten Erlebnisse. Es war ein Grund mehr für ihn, beim Aufbau der Ideenschmiede nach 1993 kräftig mit anzupacken. Gleich zweimal ließ er sich als Vorsitzender des Vereins in die Pflicht nehmen. „Erst war er mit der SPD verheiratet, dann mit der Ideenschmiede“, kommentierte Ehefrau Inge das Engagement mit einem Augenzwinkern. Nicht nur die SPD wird Erich Frank als politisches Schwergewicht in Erinnerung behalten. Der Schwabe galt als ruhig, aber hartnäckig. Als die Ruhrbrücke Richtung Winz-Baak zwei Fahrspuren bekommen sollte, wollte er den Verkehr stoppen und mit dem Zollstock beweisen, dass die Straße breit genug ist. Ulrich Laibacher