EN-Kreis will gegen Altkleider-Diebe in Hattingen vorgehen

Illegale Altkleider-Sammler störten eine Sammel-Aktion der Pfadfinder in Hattingen.
Illegale Altkleider-Sammler störten eine Sammel-Aktion der Pfadfinder in Hattingen.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Der Ennepe-Ruhr-Kreis zieht Konsequenz aus den Ereignissen in Hattingen: Dort haben illegale Altkleider-Sammler eine Sammel-Aktion von Pfadfindern und Messdienern gestört. Nun soll es mehr Schutz vor illegalen Sammlern geben. Auch die Bürger können helfen, illegale Aktionen zu verhindern.

Hattingen.. „Wir lassen uns nicht auf der Nase herumtanzen“, stellt Elisabeth Henne von der öffentlich-rechtlichen Entsorgungswirtschaft im Ennepe-Ruhr-Kreis klar. Am vergangenen Samstag hatten illegale Altkleider- Sammler im gesamten Stadtgebiet zugeschlagen und die offizielle Aktion von Pfadfindern und Messdienern gestört. „Die Illegalen haben sich quer durch die Stadt geraubt“, bringt Henne das Geschehene auf den Punkt. Jetzt will der Kreis Konsequenzen aus den Ereignissen vom Wochenende ziehen.

„Es ist unglaublich, was in Hattingen passiert ist“, zeigt sich die Kreis-Mitarbeiterin entrüstet und verspricht: „Wir würden gern ein Bußgeld gegen die illegalen Sammler verhängen.“ Allerdings habe die Polizei am Samstag keinen Sammler auf frischer Tat ertappen können. „Daher können wir leider kaum etwas tun“, entschuldigt Elisabeth Henne. Ob tatsächlich die Firma JB Tex für die illegale Konkurrenz der Pfadfinder verantwortlich ist, könne sie nicht abschätzen, so die Mitarbeiterin des EN-Kreises weiter.

Aufmerksamkeit der Bevölkerung sei gefragt

Die Firma JB Tex hatte im Vorfeld mit Flyern angekündigt, bereits eine halbe Stunde vor der offiziellen Sammel-Aktion der Pfadfinder und Messdiener aktiv zu werden. „Ich werde JB Tex definitiv ein Schreiben schicken“, so Henne. Für künftige Altkleider-Sammlungen seien alle Beteiligten vorbereitet, gibt sie sich zuversichtlich: „Wir werden uns künftig intensiver mit der Polizei auf solche Aktionen vorbereiten.“

Doch auch die Aufmerksamkeit der Bevölkerung sei in solchen Fällen gefragt. „Es ist wichtig, dass Anwohner wachsam sind und uns auf unangemeldete Sammler hinweisen“, betont Elisabeth Henne.

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