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EN-Kreis braucht eine neue Leitstelle

08.03.2016 | 09:00 Uhr
EN-Kreis braucht eine neue Leitstelle
Foto: Volker Speckenwirth

Hattingen.   Betrieb am bisherigen Standort noch drei Jahre hinnehmbar, so die Verwaltung. Firma Siemens stellt Software-Entwicklung für Notruf-Koordination ein.

Der Ennepe-Ruhr-Kreis muss sich nach einem neuen Standort für seine Leitstelle für den Feuer-, Zivil- und Katastrophenschutz umsehen. Grund: Im Zuge der Aktualisierung des bestehenden Systems – insbesondere für den Digitalfunk – teilte die zuständige Firma Siemens mit, dass sie die Entwicklung der Software einstellen wird.

Weil ein Ingenieurbüro zeitgleich die technische Umsetzung in den vorhandenen Räumen im Schwelmer Kreishaus als „sehr kritisch“, aber für eine Soft- und Hardware-Generation als „noch machbar“ begutachtete, soll nun die Suche im Kreisgebiet vorangetrieben werden. „Bei der notwendigen und ständigen Hardware-Anpassung ist unter absehbaren und vertretbaren Risiken ein Betrieb der Kreisleitstelle in den nächsten drei Jahren am jetzigen Standort noch hinnehmbar“, heißt es in einer Vorlage. Gemeint ist der turnusmäßige Austausch von Geräten, nicht aber die Anpassung an Ergonomie und Arbeitssicherheit. Unter Ergonomie versteht man die für den Menschen optimalen Arbeitsbedingungen. Deshalb liegt den Mitgliedern des Kreistags nun ein Beschlussentwurf vor, nach dem es einen Neubau in einer der neun Städte und die Prüfung einer Erweiterung zum Gefahrenabwehr­zentrum geben soll.

Keine Aus­sagen zu den Kosten

In einem solchen Zentrum könnten die Reserve der Rettungsdienstfahrzeuge, eine zentrale Desinfektion für den EN-Kreis sowie die Kreisfeuerwehrzentrale unterkommen. Als mögliche Partner sollen Feuer­wehren, Hilfsorganisationen und das Technische Hilfswerk auf Zusammenarbeit und Machbarkeit angesprochen werden.

Als erste Maßnahmen wird sich die Kreisverwaltung zunächst nach möglichen Flächen umsehen sowie einen Finanzplan aufstellen. Denn generell könnten zurzeit keine konkreten Aus­sagen zu den Kosten getroffen werden.

Ein neues Leitsystem verlangt eine veränderte Arbeitsergonomie. Zum Beispiel, weil der Digitalfunk und der notwendige Parallelbetrieb einer analogen Funkverbindung einen höheren Platzbedarf an Grundfläche für die Arbeitsplätze erfordern. Zudem sollen bislang in Kauf genommene Nachteile mit dem Neubau abgestellt werden. Zurzeit wird auch eine neue Personalbemessung durchgeführt – um Überstunden zu verringern, sei der vorgeschriebene Arbeitszeitrahmen von 48 Stunden pro Woche organisatorisch umzusetzen.

Um das Projekt anzuschieben, ist ein Grundsatzbeschluss des Kreistags nötig, der am 11. April tagt. Am Montag befassen sich die Mitglieder des Kreisausschusses beratend mit der Vorlage.

Michael Brandhoff

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2016-03-08 09:00
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