Eine Woche voller Musik – zum Mitmachen

Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Bei insgesamt 23 Projekten lädt das Team der Musikschule Hattinger ein, hineinzuschnuppern in die Welt der Klangkunst. Die Angebote sind kostenlos, es gibt welche für jedes Alter und jeden Kenntnisstand.

Hattingen..  Ein Musikstück nur mit Hilfe von Klatschen, Pfeifen, Fingerschnipsen erarbeiten; zeigen, welcher Felltyp für welchen Schlagzeug-Sound besonders gut geeignet ist; mit Hilfe von Mandoline, Violine und Querflöte megastarke Popsongs spielen: Das alles und noch viel mehr hat das Team der Hattinger Musikschule Interessierten anzubieten – bei einer vom 22. bis zum 26. Juni laufenden Projektwoche. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht.

Denn anders als bei den drei vorangegangenen Projektwochen der Musikschule, die sich ausschließlich an deren Schüler richteten, ist der Veranstaltungsreigen in diesem Jahr für jeden offen. Man müsse, betont Einrichtungsleiter Peter Brand, für eine Workshop-Teilnahme nicht unbedingt Musikschüler sein.

Unter den insgesamt 23 kostenlosen (teils über mehrere Tage laufenden) Workshops und Seminaren an verschiedenen Orten im Stadtgebiet finden sich dabei von den Musikschullehrern geleitete Angebote für jedes Alter und jeden Kenntnisstand. Dass die Projektwoche eine Brücke schlägt auch zu den Bürgern, die die Musikschule bislang noch nicht so genau kennen, hofft Brand. Zwar sei die Einrichtung mit rund 1500 Schülern (inklusive der Jeki-Kinder) und 45 Musiklehrern gut aufgestellt. Dennoch glaubt er nicht, „dass alle Hattinger bereits wissen, dass die Musikschule eigentlich ganz cool ist“. Und weit mehr zu bieten habe als Geigen-, Gitarren- oder Klarinetten-Unterricht.

Und so lernen Teilnehmer während der Projektwoche in einem Workshop, zum Beispiel, ganz neue Saiten aufzuziehen für Gitarre und Mandoline oder bei Plaudereien auf der Parkbank – einer Komposition von Gerhard Fischer-Münster – das kammermusikalische Zusammenspiel von Trompete, Klarinette und anderen Blechblas-Instrumenten kennen. Erwachsene sind eingeladen, ihre Blockflötenkenntnisse aus Kindertagen wieder aufzufrischen, Mädchen und Jungen begeben sich bei einem musikalischen Streifzug auf Diebesjagd, es gibt eine Einführung in die lateinamerikanischen Rhythmus-Instrumente Conga, Cajon und Bongos, einen Recording-Workshop, bei dem die Teilnehmer die Prinzipien der moderner Musik-Produktion mit digitalen Hilfsmitteln kennenlernen, und bei einer Open-Jam-Performance Gelegenheit, mittels Instrument und/oder Gesang ohne Rücksicht auf Noten miteinander zu musizieren.

Die Projektwoche, sagt Peter Brand, habe er vor drei Jahren ins Leben gerufen, weil er beobachtet hatte, dass im normalen Musikunterricht Angebote besonderen Inhaltes kaum Platz finden. Mit der nun angebotenen Bandbreite könne jeder Musikinteressierte etwas abseits der klassischen Musikvermittlung liegende Vorlieben „mal ein bisschen ausleben“.