Eine Woche für mehr Nachhaltigkeit

Foto: Barbara Zabka
Was wir bereits wissen
Anderthalb Jahre Vorbereitung. Eröffnung der Weltwoche in Hattingen spärlich besucht .

Hattingen..  Hattingen soll eine Stadt des Fairen Handels werden, das hat der Agenda-Arbeitskreis „Eine Welt“ im Jahr 2013 beschlossen. Mit der festlichen Eröffnung der Hattinger Weltwoche ist man diesem Ziel jetzt wieder einen Schritt näher gekommen.

Etwa anderthalb Jahre Vorbereitung gingen dem Projekt voraus, sagt Pfarrer Bodo Steinhauer. Etwa 100 Helfer waren beteiligt. „Es ist uns wichtig, dass sich die Aufmerksamkeit dem fairen Handel gegenüber nicht nur auf die eine Woche beschränkt, sondern einen langen Vorlauf hatte und auch nachhaltig wirken soll“, erklärt er. Eine Alibiveranstaltung brauche man nicht.

Kinder und Jugendliche haben Holztafeln mit ihren Vorstellungen zum Thema „Faire Bilderwelten – Faire Weltbilder“ gestaltet. Von der oberen Heggerstraße bis zum Reschop-Carré werden die 29 Tafeln in dieser Woche in den Schaufenstern der Geschäfte ausgestellt.

Von der Tatsache, dass der Veranstaltungsort, die Aula der Gesamtschule in Welper, eher spärlich besucht war, ließen sich die Veranstalter kaum beeindrucken. „Wahrscheinlich trägt das Wetter dazu bei, dass nicht alle Stühle besetzt sind“, vermutet Synodalpfarrerin Annette Krüger. Nachdem die Capoeira-Tanzgruppe Unicar dem Publikum Gesang in portugiesischer Sprache und ausdrucksvollen Bewegungen präsentierte, begegnete Kabarettist Martin Funda dem Thema faire Welt auf seine eigene scharfzüngige Art.

Immer stand die Frage im Raum, warum Hattingen eine Weltwoche und faire Produkte braucht: „Auf den Kakaoplantagen an der Elfenbeinküste arbeiten Kinder und Jugendliche unter prekären Bedingungen“, weiß Pfarrer Dietrich Weinbrenner. Gemessen am Welthandel sei fairer Handel winzig klein, aber er zeige, dass es Alternativen gibt. Und die seien auf Wachstumskurs. Die Weltwoche soll dazu beitragen, dass das auch so bleibt.