Eine Feier der Begegnungen

Foto: Fischer
Was wir bereits wissen
Das dritte Südstadtfest an der Uhlandstraße lockte rund 2000 Besucher an. Den Organisatoren ging es vor allem darum, dass sich Nachbarn kennen lernten.

Hattingen..  Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Vereinen, Anwohnern und Unternehmen, die in der Südstadt beheimatet sind – das Südstadtfest, das bei seiner dritten Auflage rund 2000 Besucher anlockte. „Uns geht es vor allem darum, dass sich Nachbarn kennen lernen“, erklärte Frank Schulte, Pfarrer der Johannes-Kirchengemeinde und einer der Fest-Organisatoren.

Denn „speziell in diesem Teil von Hattingen“ gebe es „einige strukturelle Umbrüche“, sagte Schulte. Viele, vor allem Familien mit Kindern, zögen in die Südstadt. Auch die Flüchtlinge, die in der Feuerwache untergebracht sind, möchten sich im Stadtteil integrieren. Vertreter der Kirchengemeinde hätten diese daher symbolisch von der Feuerwache abgeholt und seien gemeinsam mit ihnen zum Fest gegangen, sagte Schulte.

Dort waren am Samstagnachmittag rund 15 Stände entlang der Uhlandstraße aufgebaut. Die Stände der VHV-Versicherung und der HWG boten allerlei Spielereien für Kinder an, die am Heißen Draht oder am Glücksrad Preise gewinnen konnten. Beim Stand des Kinderschutzbundes Hattingen wurden die kleinen Besucher zu Tieren, Märchenfiguren und mehr geschminkt, beim Kinderrechtsrätsel gab es leckere Erfrischungen zu gewinnen. Wenig weiter verknotete Künstler Meckylino Luftballons zu lustigen Tieren, und der Pflegedienst „Maxi Pflege“ hatte eine Hüpfburg aufgebaut.

Den Besuchskreis in der Südstadt durch ihren Stand etwas bekannter machen wollten Gisela Dierhardt, Hildegard Laufer und Monika Pahl. Das von der hiesigen Gemeinde initiierte Angebot gebe es noch nicht so lange. Die Gruppe, erklärten sie, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen Gesellschaft und Abwechslung zu bieten.

Auf der Bühne neben dem Gemeindehaus spielten den ganzen Nachmittag über verschiedene Bands und Musikgruppen der Stadt: die Big Blast Company, der Chor Soul Teens der Gemeindemusikschule, die Big Band der Musikschule unter Leitung von Peter Brand, später bis in die Abendstunden dann die Band Feedback.

Und auch für den Gaumen wurde einiges geboten – so etwa am Stand von Sengül Aydin vom Moscheeverein türkische Spezialitäten und Bratwurst am Stand des Vereins „Väter im Ruhrgebiet“. „Wir sind eine Vereinigung von Vätern, die über das normale Alltagsleben hinaus gemeinsam verschiedene Aktionen mit ihren Kindern planen“, erklärte der erste Vorsitzende Daniel Thomas. Der Gründungskreis der aktuell etwa 40 Mitglieder aus dem gesamten Ruhrgebiet wohne in der Südstadt. „Wir machen gern hier mit“, sagte Thomas. Und er lobte: „Wir haben eine tolle Kooperation mit der Gemeinde.“